Leise rieselt…

Beispielfoto einer Zopfträgerin
Beispielfoto einer Zopfträgerin

Just Gestern rieselte es, nein, noch kein Schnee, sondern ein Zopf! Nun hoffe ich zunächst dass ich das zauberhafte Weihnachtslied von Pfarrer Eduard Ebel nicht allzu sehr strapaziere, nun, ich versuche es wenigstens.

Der Ein oder Andere unter euch fragt sich sicher „Häh? Wie können Zöpfe rieseln?“ Oder gegebenenfalls eleganter „Zöpfe rieseln? Da muss mindestens eine Erklärung her!“. Gemach, denn es heißt ja auch „Die Neugierde ist der Tod der Freude“. Das Frisurenhandwerk würde mit Recht behaupten dass Zöpfe durchaus alt sein können und machen deshalb kurzen Prozess. Zöpfe können fürderhin auch hinderlich zu einer inneren Veränderung sein. Denn heißt es nicht auch dass der innerlichen Veränderung zunächst die äußerliche vorangeht? Oder so, sei es wie es ist. Auf jeden Fall ist er gestern gerieselt, ähm., gefallen nein, eher gestürzt – der Zopf, ein Zopf.

Wie ich aus guter und absolut vertrauenswürdiger Quelle erfahren habe, freute sich dieser Zopf allgemeiner aber sicherlich und ganz besonders, auch persönlicher Beliebtheit. Er begleitete den –Träger einige Jahre durch Dick und Dünn, war sehr unterhaltsam, lieb, manchmal anstrengend oft aber auch nicht so anschmiegsam wie man sich das als –Träger wünschen würde. Er wuchs, wurde länger und dominierte als Zopf auf dem Kopf – und damit (schlagt mal die Brücke zum Hirn selbst) die Gedanken des –Trägers. Er fühlte sich eines Besseren und Wertvolleren geboren und schickte sich an nicht nur die Gedanken sondern auch das Herz des –Trägers zu gewinnen.

Abschweifend würde ich postulieren dass zum gewinnen immer mehr als eine Person gehört und dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Wettkampf handelt. Sonst müsste man ja nicht gewinnen wollen. Zurück zum Thema, Zöpfe, zumal sie zu einem gehören, betrachtet man bei Tag, bei Nacht, bei Zwielicht (die Moderneren unter euch würden jetzt Twilight sagen) und überhaupt immer, ich meine – sie gehören zu einem wie eine liebgewonnene Extremität, wie zum Beispiel funktionierende Arme und Beine. Allerdings kann so ein Zopf auch mit der Zeit die Angewohnheit pflegen sich gehen zu lassen. Und jetzt die Damen, PM’s gerne gesehen, kann er sich einbilden mehr und immer mehr Zeit für die Pflege zu beanspruchen. Wenn die Pflege nicht erteilt wird, neigt der Z. fettig oder strähnig zu werden, aus Übellaune wird er sogar eigensinnig und meint er wäre die dominantere Persönlichkeit was sich bemerkbar macht indem er sich ziemlich unleidig nicht mehr bändigen lassen will. Was sich sicher negativ, aber durchaus von ihm gewollt, auf den Wirt auswirkt. (Nein, nicht in Zusammenhang mit Kölsch, Pils oder *hach* Budweiser).

0,4 Bier
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Ein solcher Zopf rieselte also just gestern in die Vergangenheit um Platz zu machen für einen neuen Zop…., äh.. Zoo-Besuch.

Falls jemand einen solchen, aber nur einen solchen übellaunigen und unsensiblen Zopf hat, schneidet ihn ab bevor er Macht über euch gewinnt. So wie es jemand gestern getan hat.

Euer Schirrmi

P.S.: Wie immer…, das sind meine bescheidenen Gedanken und wer sie liest kann gerne, und ich freue mich darüber, eine PM senden.

P.P.S.: Ich bin Legastheniker, von daher verbitte ich mir Grausamkeiten! Danke!