So sieht’s aus! Also, ich meine wenn man was sehen würde. So dunkel ist es wie an dem Ort wo die Sonne nie hin scheint. So düster wie mir manchmal die Zukunft erscheint. So schwarz wie meine neuen Krachmacher von Yamaha. Wie die Nacht, so schwarz. So düster wie die schwärzesten Schwarzen auf der südlichen Halbkugel. So dunkel wie manche Zähne ehemaliger Weggefährten aus dem Bonner Loch. So schwarz wie die Fingernägel durchschnittlich hochbegabter Jugendliche beim Wurstbrot essen.
Einmal die Woche bin ich ja immer schwer gespannt wenn ich von der Knochenmühle nach Hause komme. Einmal die Woche habe ich eine geliebte Fee daheim, die mir in meiner Abwesenheit Sauberkeit und Ordnung beibringt. Die Fee, die meiner ansonsten sehr liebevoll, verlebten Muckelbude zeigt wo der Hammer hängt. Der Putzhammer. Diejenige die dafür sorgt dass ich einmal die Woche Gäste empfangen kann. Eine die für mich Sachen macht die ich nicht kann. Oder ehrlich gesagt, Dinge die ich nicht machen möchte.
Falls ich in meiner Mittagspause nicht damit beschäftigt bin die Wirtschaft… nein, nicht wie ihr jetzt denkt – besuchen. Sondern damit beschäftigt bin die Wirtschaft anzukurbeln. Und damit meine ich sehr konkret auch den Sektor der Paketdienste, wie folgendes Foto außerordentlich eindrucksvoll beweist, wie ich meine:
Also, gelegentlich befinde ich mich in der wohlverdienten Mittagspause nicht an irgendwelchen Packstationen oder Postfilialen sondern zu Hause. Um eine Auszeit zu nehmen von dem Trubel, dem Gedöns. Mucke zu hören. Auf der Couch liegen, die Füße hochlegen. Einfach nur entspannen. Die Seele eine kleine Weile lang baumeln lassen. Aarrrggh! Ja! Da wird Klein-Johi manchmal gemütlich und es fällt schwer wieder in die Knochenmühle zu fahren.
Es gibt auch noch einen ganz natürlichen Grund warum ich gerne mittags mein Heim aufsuche. Nämlich um ordentlich meinen Darm zu entleeren. Kacken zu gehen und das auf meinem Klo. Einen Neger abseilen. A-a machen. Mal schön Scheißen auf einem Klo von dem ich weiß das vor mir noch kein stinkender Arsch eines Sklaventreibers drauf saß. Noch kein verpickelter, fetter Arsch eines aus dem Ruhestand geholten COBOL-Programmierers die Brille lau anwärmte. Keine alte Wichse der jungmännlichen Auszubildenden an den Wänden die das befreiende Gefühl einer sanft rausgleitenden Wurst stören könnte. Ja, auch deswegen bin ich während der Halbzeit gerne mal daheim.
Apropos Fee die einmal die Woche bei mir ist. Jedes Mal ist es spannend zu entdecken was denn jetzt wieder passiert ist. Ist der teure Kristallleuchter beim putzen runtergefallen? Hat die kostbare Ming-Vase einen Sprung? Ist eventuell beim Reinemachen mein Flat-TV von der Wand auf meinen neuen AV-Receiver gefallen? Ist der Router nur ausgeschaltet oder sind Netzwerkkabel vom Staubsauger zerstört worden? Ihr wisst schon. So kleine liebenswerte Missgeschicke die im Eifer des Gefechts passieren. So nach dem Motto, wo gehobelt wird fallen Späne. Oder dat Kerlche soll ja sehen dass jemand da war und Ordnung schaffte. Interessant halt. Die wöchentliche Suche nach dem was passierte.
So auch letztens. Ich mache das Badlicht an und lasse die Hosen runter um ordentlich zu kacken. Nanu? Es bleibt dunkel. Gut, manchmal ist man ja verwirrt und meint nur dass man Licht angemacht hätte. Also, Hosen wieder hoch und noch mal zum Schalter um Licht zu machen. Es bleibt dunkel. Wie die Nacht, so dunkel in meinem wohlfeilen Nicht-Tageslichtbad. Tja! Gefunden! Gefunden, das Ding was einmal die Woche passiert. So saß ich also da und schiss mit dunklen Gedanken vor mich hin. Auch die nachträgliche Sichtkontrolle des Ergebnisses – in meinem Alter eine medizinische Prophylaxe – musste ausbleiben und ich verließ mich notgedrungen und ausschließlich auf meinen Riechkolben.
Was war also passiert? Die gute Fee dachte sich so den Badezimmerschrank zu reinigen. Ihn auseinander zu nehmen um auch oben, innen zu putzen. Sehr lobenswert! Aber dabei ist das Missgeschick passiert dass die noch einzige in meinem Besitz befindliche, herkömmliche 40 Watt, glasklar, Kerzenglühbirne zerstört wurde. Nun habe ich noch eine 15 Watt Energiesparglühbirne die flugs eingeschraubt war. Tja, was soll ich sagen? Sie geht an mit einem sehr, sehr warmen Licht. Sehr, sehr gemütlich. Aber auch sehr dunkel. Nach gefühlten 10 Minuten wird sie dann irgendwann heller, nämlich so hell das ich mit angestrengten Augen sogar wieder einen Blick in die Zeitung werfen kann, beim Scheißen.
Ja, genau so sieht es seit einigen Tagen in meinem Klo aus. Ich lasse das Licht jetzt immer an damit ich die Zeitspanne von sehr dunkel zu immer noch dunkel gespart habe. Ist ja schließlich eine Energiesparlampe, oder? Also egal wegen dem Atomstrom der verbraucht wird. Der muss ja schließlich auch irgendwo hin. Wegen der verfickten Energiesparlampen!
Allerdings könnte ich ja auch jede Menge Teelichter in das Bad stellen und anzünden. Ich bekomme ja jedes Jahr zu Geburtstag und zu Weihnachten von der guten Fee ein Teelicht samt wunderschönem Teelichthalter geschenkt.
Tja!
Euer Schirrmi
P.S.: bin mal gespannt wie das wird wenn ich mal wieder meine Bikini-Zone rasieren muss. Aua!
🙂
🙂