
Ich erzähle ja nichts Neues wenn ich sage dass jeder mal jung gewesen ist. So auch ich. Spannend war es zu provozieren, lustig, manche Reaktionen, doch heldenhaft fand ich so rumzulaufen wie ich rumlief, tja, rumgelaufen bin.
Mein Daddy sagte mal „Junge, wenn ich nicht dein Vater wäre, mit diesem Indianerhaarschnitt kämst du mir nicht unter!“. Oder ein Wirt: „Wenn ich nicht wüsste dass du immer gut bezahlst und für Stimmung sorgst, deine zerrissenen Hosen sind ein Grund für einen schnellen aber dafür heftigen Rauswurf!“. Oder eine Oma – „Hach, die Jugend, Du bist doch so ein schöner junger Mann, warum trägst Du dann so viel Ohrringe?“. Ein weiteres Mal, diesmal ein Chef. „Herr Sch, sagen sie mal! Seit sie hier sind haben sie den Umsatz des Ladens verdoppelt. Aber wie sie rumlaufen, das gehört sich einfach nicht!“
Draußen auf der Straße hörte ich von Leuten, von der Straße, so Dinge wie „Du Hundsfott! – Wir kriegen Dich!“ – Ich fragte dann diese Herrschaften immer warum? Tja, nach tiefschürfenden Gesprächen in der Art wie „Warum?“ – „Darum!“, „Ja, aber warum, was habt ihr denn?“, „Darum, nur so!“, „Scheiß dir ins Hemd!“ – ging ich meines Weges.
Jaja, so waren die alten Zeiten, sozusagen die Lehrjahre. Auch wenn ich heute kein Iro mehr habe, die Haare nicht ungewöhnlich blau, rot oder grün sind, so sind doch mache Dinge doch zeitlos geblieben. Wie z.B.:
California Dreaming‘
Ha Ha Said the clown
San Franciso
Venus
Death of a Clown
Whiter Shade of Pale (!)
Like a Rolling Stone
Eloise
I’m a Believer
No Milk Today
Mr. Tambourine Man
He Ain´t Heavy – He’s my Brother
P.S.: So alt um diese Jungs und Mädels in echt gesehen zu haben, bin ich nicht