It is what it is

Klein_IMG_1273Ein harter Arbeitstag. Ein erfolgreicher Arbeitstag. Es ist heiß, die Sonne erhellt, verbrennt. Das Hirn glüht, das Herz schmilzt. So schmal die Augen in der Helligkeit, so groß sind sie im Seelendunkeln, versuchend zu begreifen.

Viele kluge Weggefährten in all den lichten, dunklen Jahren wiesen mir den Weg wie sie ihn sahen. Eröffneten Optionen, zeigten mir den Spiegel, öffneten mir die Sinne und versprachen mir Erleuchtung.

Alles nachdenkend, aufsaugend, erhoffte ich das Glück, ein wenig Zufriedenheit auf dem schnellen Weg in Nichts. Doch wer lebt, lebt nicht allein. Was sie mir verschwiegen, sahen sie schon nahen.

Unendlich erst, der Weg, dann immer schneller. Steinig und schwer jetzt, die Vergangenheit so süß und leicht, wo bleibt die Rettung?

Ich leb und waiß nit wie lang,
ich stirb und waiß nit wann,
ich far und waiß nit wahin,
mich wundert das ich frölich bin.

Seitens der Philosophie, von den vielen Facetten des menschlichen Lebens und dem Sinn desselben habe ich selbst am eigenen Leib, dem Herz und nach Gefühl zu erfahren versucht als auch leise, manchmal wortlos schnarchend über meine geliebten Bücher zusammengebrochen, das Verständnis zu erlangen worum es überhaupt geht.

Bibelkunde, oft erzwungen in Ermangelung an Mut und Kraft, als Kind, und später, nicht nur, aber sowohl als auch, die Studien der Lehren einer Vielzahl anderer sogenannter Religionen und Weisheiten, ließen mich am Ende alleine in der Erkenntnis das geistige Führung sinnlos, furcht- und sinnlos ist.

Herunterbrechend auf drei Hauptanliegen des Menschen (ausgenommen die überaus mächtigen Bedürfnisse von Fressen, Saufen und Ficken), nämlich dem was notwendig ist zum Überleben, dem was das gemeine Zusammenleben betrifft und das was einen selbst, als Menschen ausmacht, gibt es wohl Wenige die nicht mindestens in einem der, ich gebe zu, es ist ein wenig reduziert, Bereiche Qualen erleiden.

Bezüglich der Eigenschaft mich ernähren zu können, das heißt Business, Geld verdienen und von Geldmangel halbwegs verschont zu bleiben, will ich jetzt nicht reden. Das klappt soweit. Ebenso finde ich das ich ein halbwegs guter und mitfühlender Mensch bin der seinen Beitrag leistet zu einem besseren Verständnis sowie Frieden unter den Menschen.

Was mich aber grade innerlich, persönlich umtreibt, ist der Umstand dass Dinge passierten die ich fürchterlich finde. So schlimm, wenn ich daran denke fühle ich fast mein Herz zerreißen. Was ich nie wollte und immer offen und ehrlich sagte ist, ich möchte keinen Beziehungsstress. Das brauche ich nicht mehr. Seid mir nicht böse wenn der Schluss ein wenig kurz endet, aber…

Es begab es sich also mal in Monte das ich meinen Geburtstag feiern wollte. Ich freute mich über die Begleitung meiner (Ex-)Freundin, die die wundervollste Festival-Begleiterin für mich ist, und erwartete ein großartiges Geburtstagswochenende mit ihr. Doch dann, unerhofft und unerwartet, kam eine ältere Partie an den Cocktailstand. Eine andere Ex! Beide hatten dann nichts anderes mehr zu tun als mich links liegen zu lassen und sich über mich auszutauschen. Den ganzen Abend! Tja!

Ohne näher eingebunden oder befragt zu werden, war ich plötzlich der Arsch. Ohne viel Federlesens verging das zunächst schöne Wochenende in eine Katastrophe. Nämlich böses Schweigen, die Herzen eine Mördergrube, Lügen allenthalben. Und das meine ich so wie ich es sage.

Vorhaltungen, böse und verlogene Gedanken die sich nun in S. festgesetzt hatten, eine glückliche M. die sich freute Unfrieden gestiftet zu haben, ich selbst wurde nicht gefragt wie es mir ging. Ein Scheißgeburtstag!

Wie es mir seitdem geht möchte ich versuchen zu beschreiben. Nett und ehrlich sein, höflich und hilfsbereit dazu offen und ohne Hintergedanken, alles ausgesprochen damit ja keine falschen Sehnsüchte aufkommen, so sollte es meinerseits sein. Nun bin ich am Arsch, mache mir Gedanken, überlege ob ich was falsch gemacht habe. Und so weiter.

Soviel zu mir. Ich vergesse nur leider wie die anderen Menschen drauf sind. Perfide, verlogen, undankbar und ohne Rückgrat. Ich weiß nun, auch wenn es eine schlimme Erkenntnis ist, aus Ex-Freundinnen erwächst nur Übles! Sie wollen dass es Dir Scheiße geht! Sie wollen nicht an die guten Zeiten denken! Sie wollen einen kaputt machen!

It is what it is – sagt mein Ex-Chef und jetzt einer meiner Lieblingskollegen, Steve. Wahrscheinlich ist das die Wahrheit die zählt. Die ich aber als Non-American-Boy eigentlich nie so sah. Ich sehe wie es mir geht und wie es dazu kommen kann. Ich möchte einfach sagen können dass die Dinge einfach so sind wie sie sind. Aber begreife trotzdem nicht dass ich keinen Einfluss mehr auf mein Leben haben kann so gut wie ich in der Lage bin es zu gestalten.

Aus Selbst- und Fremdschutz sage ich zu Mädels die ich, die mich grade kennenlernen – verliebe Dich bitte nicht in mich! Ich brauche und verkrafte das alles nicht mehr.

Johannes