Gute Ratschläge und was man daraus macht

Schirrmis dicker Onkel
Schirrmis dicker Onkel

Überwiegend von der lieben Mama, dem Papa, den Omas aber auch von den Opas habe ich mein lebenslang, meist in der Jugend datiert, gute Ratschläge erhalten. Darüber bin ich denen sehr dankbar auch wenn ich erst im späteren Verlauf meines Wandels, in Ermangelung von Erfahrung, über die Korrektheit dieser Ratschläge Gewissheit erlangte. So wie heute passiert.

Aber nicht so schnell mit den jungen Pferden. Sensiblere Naturen sollten jetzt besser diese Passagen auslassen. Beispielsweise hieß es, „achte immer auf frische Unterwäsche. Falls Du mal einen schrecklichen Unfall hast und du liegst halbtot und schwer verletzt irgendwo rum, kommen fremde Menschen und müssen dir helfender weise die Unterwäsche vom Leib schneiden. Dann, ja dann wirst du im OP oder im Krankenwagen froh sein noch kurz vor dem Unfall die Unterwäsche gewechselt zu haben“. Aufgrund dieses Ratschlags bin ich zum Paranoiker geworden, immer kurz bevor ich einen sehr grässlichen, schlimmen Unfall habe muss ich mir die Unterwäsche wechseln.

Oder ein anderes Beispiel (ich hatte grade ein Mädchen kennengelernt), „Junge – du wirst sicher irgendwann mal ein Mädchen kennenlernen welche du lieb und nett findest und du möchtest dich doch immer im besten Blickwinkel präsentieren. Achte auf deine Fingernägel“. Ähm, dieser Ratschlag kam zu spät, hatte ich doch das Mädel schon kennengelernt. Jetzt weiß ich immer noch nicht warum wir nicht schon seit langen Jahren verheiratet sind und warum sie nicht die liebevolle Mutter meiner Kinder ist.

Heute musste ich leidlich feststellen dass der Ratschlag bezüglich meiner Kleidung korrekt war. „Sie sind ja nicht so teuer als das man mit Löchern in ebendiesen rumlaufen müsste.“ Die Türklingel klingelte, es hatte also jemand an der Tür geklingelt, welche dann klingelte. Das kann ja nur  der Postbote sein, jener, mein Postbote, der mit haarigen Männerbeinen sogar im Winter schicke aber dafür recht neckische, kurze Hosen trägt. Gut, in freudiger Erwartung mein Amazon-Päckchen entgegenzunehmen, steht eine passabel aussehende Postbotin an der Tür, ich blicke Sie an als ob sie grade vom Mars gebeamt worden wäre, sie blickt mich an und sagt „Guten Morgen Herr xxxx, könnte es sein dass sie Socken bestellt haben?“ Grumpff!