
Zunächst schien es mir letzte Woche noch ganz normal, kann ja mal passieren dass zwei Dinge zueinander passen die in keinem kausalen Zusammenhang stehen. Über leckere Gerichte, Bürsten, Schweizer Modekunst um schlussendlich auf Kneipen zu kommen aber nicht zu vergessen gewisse Menschen die eigentlich so gar nichts miteinander zu tun haben, erschrak ich ganz fürchterlich am Ende der Woche doch arg aber glücklicherweise nicht so dolle dass ich an meinem Verstand gezweifelt hätte. Des Rätsels Lösung sind unerklärliche Zufälle welche sich dann doch einigermaßen beschauen und betasten ließen um außerirdische Fremdeinwirkung ausschließen zu können.
Es fing an dass ich eines Vormittags auf den Gedanken kam eine kleine Bürste kaufen zu müssen. Fragt nicht nach „Gründe“, sie bleiben mir vorbehalten. Da shoppen naturgemäß nicht so mein Ding ist, gab ich nach dem vierten Geschäft frustriert mit erfolgloser Suche auf und dachte nach Hause trottend über die Ungerechtigkeit der Welt nach. Einigermaßen wieder zufrieden mit meinem Hopp-Hopp-Kaffee in der Hand vor dem Computer surfte ich so zu meinem Lieblingsblogger. Als ich seinen letzten Blog vom gleichen Tag mit einem Foto der passenden gleichen, kleinen Bürste sah und nach der ersten Überraschung „Huch, genau wie ich grade!“ seinen Blog und dem gleichen Erlebnis las, dachte ich still in mich hinein dass es doch Seelenverwandtschaft sein muss.
Ich hatte die Woche auch ein Date. Bekanntermaßen ist man aufgeregt und versucht sich im besten Licht zu zeigen. Kurz dachte ich noch an die nicht zu erstehende kleine Bürste bevor ich mich wieder auf das Date konzentrierte und versuchte überaus kluge und geistreiche Konversation zu pflegen. So in der Art wie „Hmh, wir haben doch jetzt wieder diese Jahreszeit – ich habe noch keinen Grünkohl mit Pinkel gegessen.“ Die Reaktion von M. kam stante pede per „Was!? In meinem Wochenhoroskop stand dass ich diese Woche jemanden was kochen sollte – nämlich… Grünkohl mit Pinkel!“ Huch! Ich verneinte sofort dass ich der Horoskop-Redakteur war und langsam beruhigte sich die Situation bei einem Glas Bier zwar äußerlich, innerlich war ich doch ein wenig erschrocken welches ein Glas Wodka-Cola in leichte Verwunderung verwandelte. @M. Es war ein wundervoller Abend, Du bist wie immer toll!

Kennt jemand S.? Ich auch nicht. Bislang. Jetzt kenne ich S. wieder, wie ich erfahren habe. Da war die Schwarte oder auch die Musiktruhe in Euskirchen welche gemeinsame Lokalitäten zum Zwecke des Vergnügens und der Unterhaltung waren, oder auch noch sind. Aber das kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall war es spannend wie sich zwei „Fremde“ unterhalten S.: „Ich war immer so in der Schwarte unterwegs, Schwarz versteht sich.“ Ich: „Ich auch, Mensch!“. Sie: „Ja, aber auch in der Musiktruhe!“. Ich: „Mensch, ich auch!“. S.: „Damals in Köln auf dem „The Cure“ Konzert…“, J: „Mensch, ich auch, Mensch!“ Es versteht sich von selbst dass man von solchen großartigen, gemeinsamen Erlebnisbuden eine gewisse Gemeinsamkeit erlebt sich aber auch eine gewisse Dynamik entwickelt.
Für die Woche hatte ich eigentlich genug damit, sollte mir eigentlich schon genug Zusammenhänge zeigen die in keinem kausalen Zusammenhang stehen. Spannend wurde es aber bei einem abermaligen gelegentlichen Telefonat mit S. Ich wurde mit herausragenden Gesprächen über Mode und Klamotten unterhalten. Sie hätte sich jetzt grade, heute, eine Winterjacke gekauft (eine solche mit einem Schweizer-Abzeichen drauf). Gerne erwähnte ich nun resignierend zu S. dass ich mir soeben ein Prospekt anschaue und um den Kauf einer ebenso schwarzen Winterjacke mit Schweizer Abzeichen drauf, herumschleiche. Erwähnte aber auch gleichzeitig dass diese Woche doch eigentlich nur sehr zufällig meine Woche der Zufälle war. @S. Danke für die Reisen in die Vergangenheit!
In dem Sinne – es macht Spaß, macht nur Augen und Ohren auf.
Euer Schirrmi