Think about it:
Archiv für den Tag: 20. Juni 2016
Nur so
Ich lag und sah das Fenster durch das Mondlicht scheinen. Dieses Fenster war schief eingebaut, wohl wussten es die Handwerker damals im 16. Jahrhundert nicht besser. Die Balken, das kleine Zimmer, das Haus mit einer Plakette dran versuchten mir Scheu einzuflößen. Mein Raum, den ich brauche, wurde immer weniger. Zwar alles sehr schön, sehr alt, unten im Laden wurde von Lebendigen Zahngold verkauft.
Ich lasse mit mir machen bis ich nicht nur den Schein, sondern auch den Mond durch die hoffnungsvolle Luke sehe. Die Krater erinnern mich an meine Seele. Da, da oben war mal David Bowie, ich lasse mich fallen. Keine Schwerkraft, kein Groundcontrol. Schalte mich aus. Ab.
Es wird geritten. Es wird gestöhnt.
Ich denke nicht an Deutschland, weiß nicht woran. Es kommt mir komisch vor. Wie früher – vielleicht? Missbraucht? Ich vergesse. Ich trinke – ich esse, meine dripple-F: Feinde, Freunde, Familie.
Und bin doch so zart.
Sollten lieber das Weite suchen. Ich kenne mich. Wenn sie noch. Wissen. Was passierte. Sie sollten mal in sich gehen. Und sich fürchten. Jeder Scheißkeks wird zurückgegeben. Und da lass ich mich nicht lumpen. Ich gebe gerne doppelt zurück. Dreifach! Wenn nicht noch mehr.
Verliebt, verpennt, verpeilt. So war es damals. Davor Krawall, Karracho und die harte Kante. Schneller hinter den Scheißnaziz hinterher – schneller als unsere auf rechts abgerichteten Hunde. Fass! Faß! Schnell, mein Lieber. So rief ich. So brüllte sie zu mir. In allen Gassen, in allen Straßen hatten wir sie erwischt. Und hätten die Dumpfbirnen rasieren wollen. Wenn es nicht schon so war.
Jetzt ist es genauso. Muss mich aber zurücknehmen. Diese menschenverachtenden Sprüche, die Politiker, die Presse macht mit. Ekelhaft – grauenhaft. Der Dritte, der wird schön herbeipropagandadistisch, ohne Erinnerung an frühere Fehler herbei beschwört. Der Zweite ist wohl noch nicht so lange her.
Ich schau in den Himmel und fühle mich gefickt. Ich wünsche mich weg. Geht abba nicht.
Zwei Söhne habe ich. Ich erwarte: „Papa, warum habt ihr das zugelassen?“
Warum?
Tja..
Da sagt der Kleine, ganz groß zu der Flasche,
Schultern breit und hochgewachsen,
Du kannst mich mal,
Ich vertrag viel mehr.
Ich bin zwar zart und klein,
bin beleckt und Möchtegern,
jedoch Du glaubst es nicht:
Ich werde voll – Und Du leer!
Sagt das Glas zur Flasche.
Schirrmi
Es tippselt, es tappselt
Die Melodie ungefähr so wie von Heinz Erhardt „trink ich noch nen Korn“. Nee, doch nicht.
Immer wenn ich auf der arbeit bin taste ich die tippsel
Wenn ich dann noch auf der arbeit bin taste ich noch ein tappsel
Wenn ich dann noch auf der arbeit bin tippsel ich die tasten
Und wenn ich dann noch auf der arbeit bin fange ich von vorne an
Lubi du, lubidubidu
Hi, hi, ha, ha!
Holla ju, di dubidubidu
Immer wenn ich tippsel, höre ich es tappseln
Wenn ich auf der arbeit bin, tappsel ich vor mir hin
Wenn ich dann noch auf der Arbeit bin tastet, tippselt es sich vor sich hin
Und wenn ich dann noch, hach ihr glaubt es nicht
Lubi du, lubidubidu
Hi, hi, ha, ha!
Holla ju, di dubidubidu
Wenn es dann noch tippelt, tastet,
dann weiß ich wer ich bin
Juchhee! Ole!
Montagsstress und einen Job den ich gut finde
Normalerweise bin ich ja ein wenig in Lästerlaune wenn es um die Knochenmühle geht in der ich abhängig beschäftigt bin und den Reichtum einiger weniger mehre. Der doofe Montag ist rum. Der ganze Vormittag ging druff mit Besprechungen und daheim in der Mittagspause sah ich dass wunderbarerweise alles aufgeräumt war. Nämlich wurde am Wochenende gehaust, gelebt, geliebt. Der Nachmittag war flott rum mit irgendwelchen Telkos. Franzosen auf Englisch. Ich kann beides. Letzteres sogar sprechen.
Ich hatte eine Dokumentation aufgenommen die ich mir grade reinzog. Und ich muss sagen, nein – den Job möchte ich nicht machen. Stress pur! Und fast nichts ohne Computer. Nee, nee!
Die Doku, „El Bulli – Cooking in Progress“ erzählt von einem Koch und seinem Team. Die verkaufen ein halbes Jahr im Restaurant, ansonsten wird einige Monate in einem Labor experimentiert – das Restaurant hat dann zu. Hammer, wie ich finde. Wollt ihr sehen? Noch gibt es die Doku in der Mediathek des BR3.
Nach einem Tittenerfüllten Wochenende blieben noch ein paar Biokartoffeln und –karotten übrig. Was liegt da näher eine Suppe zu kochen damit das Zeug nicht verdirbt? Ich tat es und schaute mir die Reportage an. Gut gemacht, beides, und wie ich finde, sehr spannend und der Filmemacher hat den Druck gut aufgefangen der in diesem Metier herrscht.
Nö, ich bleibe bei meinen Leisten.
Schönen Abend und eine gute Woche.
Schirrmi
