Archiv für den Tag: 23. Mai 2015
RIP – André
André – vorgestern bin ich in ein Loch gefallen. Und ich weiß nicht wie lange es dauert wieder hoch zu kommen.
Ich hörte von Deinem Abschied. Unerwartet, plötzlich und nicht allzu nett von Dir. Nie mehr da zu sein. Für mich und für die Deinen.
Du weißt wie wir immer bei Horror-Filmen gelacht hatten. So blutig, so lustig. Gelacht und geweint bei Mucke die man wie nebenbei hören konnte, manchmal musste, meistens wollte. Wir wussten dass das Leben uns gehörte, aber leider das Leben nicht uns. Drauf gesoffen! Gemeinsamkeit. Darauf eine geraucht. Zusammen unserer Musik gelauscht. Stundenlang gelabert, philosophiert, telefoniert.
Deine Sister sagte einmal zu mir, da gibt es jemanden, sie meinte Dich – mein Lieber. Sie fragte „Darf er dich mal anrufen?“. Ich sagte ja. Wir lernten uns kennen. Stunden-, Nächtelang zusammen gequatscht. Gemeinsam versucht die Welt zu begreifen. Ebenso oft bei diesem Versuch gescheitert. Und dabei gelacht.
Nun bist Du weg und bist doch immer da. Für mich, für uns.
Machet jut!
P.S.: Erst jetzt schaffe ich es diesen Text vom 20. Februar 2015 zu veröffentlichen. Aus Gründen.
Verstümmelungen
6:25 Uhr – Parkplatz Knochenmühle. Meister Lampe kreuzt wie gelangweilt doch überaus selbstbewusst in meine Richtung blickend, den Weg. Den Weg den Meister halt so gehen müssen. Schon einigermaßen hell das Tageslicht, eine einzige Lerche am Himmel ölt jauchzend ihre Stimme. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite streunt eine kleine Herde Rehe wie schwebend über den Bodennebel in Richtung Wald. Die frühe Welt begrüßt mich in allerbester Manier, in Farben wie man sie nicht malen könnte. Das Himmelreich blickt auf mir hernieder und scheint zu sagen „Irgendwie und irgendwann wird alles gut.“. Ich denke: „Tja!“ Verstümmelungen weiterlesen
