Ich räumte grade vom Dachboden meine Briefmarkensammlung herunter und bot L. stolz einen Einblick in der Selbigen.

In all den Alben hatte ich einen kleinen, gezackten und originalgestempelten Schatz gesteckt. Dieser sollte, ich dachte schon damals an früher aufhören, die Zeit zwischen meinem 49. und dem 67. Lebensjahr finanzieren.

Nun wie folgt. Ich ziehe meine weißen Baumwollhandschuhe an, lege die Briefmarkenbücher zur gemeinschaftlichen Ansicht vor und wir beide, die vermaledeite L. und ich, erfreuen uns an den Marken. Ich bat mir exklusiv aus selbt umzublättern damit nichts passiert.

Nun kommt es manchmal vor dass eine Briefmarke ein wenig schräg, nicht grade oder so, in den im Briefmarkenalbum vorgesehenen Fächern liegt. Wie verrückt und wahnsinnig und ebenso in Zeitlupe sehe ich plötzlich wie L. die Finger ihrer rechten, und wie ich jetzt nachträglich meine, schmutzige Hand, zu einer Briefmarke greift, um sie grade zu rücken. Mit entsetzten Blicken und bevor ich schreien konnte, vollzog sie. Die Eine Briefmarke fiel. Nein, sie flatterte. Sie schwebte zwischen vier kleinen, süßen und wohlmanikürten Füßen, der Schwerkraft entsprechend zu Boden. Und ward nie mehr gesehen!

Sie sah meinen Gesichtsausdruck und bückte sich allsbald vor mir. Auf der Suche nach meiner Kapitalanlage die so- und soviel Jahre gesichert war, nämlich meine Lebensversicherung. Und bückte sich und ich greinte und konnte meinen Blick nicht lösen – vom verlorenen Leben. Aber, lesen hier Männer mit? Scheiß auf die Briefmarke!

Jedenfalls bückte und kroch und stöhnte sie auf dem Boden so herum dass es eine Freude war.

Tja!

Ein Leben im Dachboden

Im Grunde war Klein-Johi ein netter Mensch. Stets zuvorkommend auch und ohne Hintergedanken zu Menschen die es im Geist anderer Leute wohl nicht verdient hätten. Ihm war ein fröhliches, offenes Wesen zu eigen was sich immer gerne und unausweichlich als Spiegel auf der den Lebensweg zweigenden Menschen Gesichter offenbarte. Wenn man über ihn redete, bescheinigte man Klein-Johi eine ausgesuchte Höflichkeit. Zurückhaltend bei Gesprächen die ihn nichts angingen, Verschwiegenheit allenthalben. Jedoch frohgemut, still und innerlich wunderten sich andere ob man nicht naiv sagen könnte, stolperte er glücklich durch die Welt und öffnete die Herzen nicht nur wenn er, entschuldigen Sie bitte diesen Exkurs, morgens um 4:45 Uhr mit den Amseln um die Wette pfiff. Glockenhell, sein blondes Haar vor Freude werfend, die kleinen Zähnchen blitzend und eine leere Dose Bier hinter sich polternd – nur um sich danach umzusehen ob alles gut, ob es niemanden getroffen hat. Glucksend, lachend vor Glück nahm er jeden in den Arm und steckte an – mit seinem Witz, überbordende Fröhlichkeit. Zu jedem Anlass und auch wenn es keinen gab, machte er einen Purzelbaum, die Kinder, Mütter – ja auch die Katzen, Hunde lachten und versuchten es ihm nachzumachen. Nahm zwei, drei, vier oder mehr Dinge in die Hand und jonglierte wie wild und lachte sich kaputt – auf dem Kopf zur Not ne‘ Narrenkapp.

Er trampte durchs Leben, ließ sich lieben und liebte. Vor allem Letzteres. Es gab kein Hunger, nur manchmal Durst. Er trug einen alten Rucksack und hatte immer eine Dose Bier dabei, die er gerne teilte. Wenn er ein Mädel sah, sprach er sie an und zuckerte sie mit wohlgeformten Worten an bevor er halb kichernd, halb verschämt einen Salto-Rückwärts vollzog, die Hosenknie seiner Jeans schon ganz löchrig. Johi tat nie jemanden weh. Zumindest wollte er das nie.

Ich muss bald umziehen. Ziehe von einem gottverlassenen Nest in ein anderes. Muss meine geliebte Muckelbude aufgeben die alles und noch viel mehr gesehen, erlebt, gehört und gefühlt hat. Sie hat mittlerweile eine Seele – ich war gut und lieb zu ihr, sie auch. Zwar manchmal zickig – aber das ist normal. Das stört mich nicht. Wenn ich sage „kenne ich, weiß Bescheid“, dann gibt es das nicht, auch wenn man bis ins Klein-Klein nachdenken würde – nicht das wieder was ich und mit und unter und über mit der Muckelbude erlebt habe.

Sie sieht grade Scheiße aus. Nicht mehr schön. Schon fast wie ausgeweidet. Ihr Inventar wird nach und nach auseinandergenommen. Ich rede und rede und versuche lieb zu sein, so sanft wie möglich, ich mag es ja auch nicht – bis zur Endreinigung. Ich halte mich auf dem Dachboden auf und lasse runter, lasse alles runter was früher war. Kartons, Kisten. Mit was drinn. Ich predige zu mir: „Schmeiß weg!“ oder „Lass los!“. Alles das was weg ist müssen meine geliebten Umzugshelfe nicht mehr schleppen und ich hätte ein befreiendes Gefühl. Hätte. Es ist schwer. Die Kisten nicht. Sondern der Inhalt. Ein halbes Leben.

In den meisten Kisten fand ich Platinen, Prozessoren, Interfacekarten und dazu Schaltkreisdokumentationen. Alte Software auf Medien zu denen es keine Laufwerke mehr gibt. Alte Studienunterlagen mit schöner, junger und naiver Handschrift. Programmieranweisungen mit meinen Kommentaren, noch ein weiteres Studium, jede Menge Hard- und Software die nur den Kenner nostalgisch werden lassen kann. Ein alter ausgeliehener Lötkolben, Zinn. Alles funktioniert noch, wenn man sich Mühe gibt. Ich hole die Kisten vom Dachboden runter und fühle und schaue und erinnere mich. Und krame weiter und immer weiter runter und mein Leben öffnet sich wie eine Zwiebel und man sieht. Ich sehe wieder was ich mal war.

Ich finde Briefe, Zettel, finde kleine Dinge in meinen jetzt zittrigen Händen und lese und staune. So viele Menschen haben mir was gesagt. Haben mir Andenken geschenkt. Schenkten mir voller Hoffnung ihr Angedenken. Liebevolle Krizzeleien, Gemälde, Gedichte. Hoffnung. Anbetung. Liebe. Zärtlichkeit.

Habe ich das damals wertgeschätzt? Habe ich das damals als das angenommen was es war? Innige Liebesschwüre und Poesie dass sich Goethe schämen müsste wenn er rückblickend seine Zeilen lesen würde.  Habe ich entsprechend lieb reagiert? Oder, Fuck!, habe ich jemanden weh getan trotz der Beweise die Ewigkeiten halten sollten?

Ich räume auf. Es ist schöntraurig und ich verliere mich bewusst und nicht unglücklich in die Vergangenheit. Wir waren früher sowas von liebenswert. Gut. Punk. Und schön. Und dabei toll. Und überaus schön. Innen und Außen. Und selbstbewusst. Wir Kleinen 🙂

Es ist schön diese Fetzen durchzusehen. Ich finde nicht schön dass ich umziehen muss. Aber ansonsten hätte ich diese oder jene Erinnerungen jetzt nicht in meine Finger bekommen.

Ja, ich liebe euch auch.

Euer Klein-Johi

 

Bauer sucht Frau – Bullen suchen Hirn

Halten Sie sich bitte fest. Lesen Sie bitte nicht weiter wenn Sie leicht zu erschrecken sind oder organische Probleme haben. Denn jetzt ist der Weltuntergang da. Ich bin entsetzt zusammengebrochen als ich diese Woche in unserem Dorfblättchen eine offizielle Anzeige einer Rheinlandpfälzischen Behörde las. Bauer sucht Frau – Bullen suchen Hirn weiterlesen

Ein molekular veränderter Stich

Wir haben hier im Westerwald grade soundso viel Uhr vor Schlag. Was so gesehen zunächst nicht schlimm wäre. Wäre morgen nicht Montag.

Heute hatte ich mal wieder Besuch von so Langhaarigen. Sogenannte Alternative. Da muss ich mir echt mal die Zunge locker machen. Alternativ! Kennen Sie noch? Früher? Ganz früher? Jedenfalls schaute ich an die Decke, an die Lampe und sah – da hing ein Höschen. Ich wunderte mich und schaute verwundert wieder herunter, die langhaarige Alternative neben mir im Sessel an, die doch keine glatten Haare hatte doch umso weniger als..

Ein molekular veränderter Stich weiterlesen

Der multiple Haircut

Komisch irgendwie. Wenn man mal anfängt, hört es nicht auf.

Innerhalb von 45 Minuten Mittagspause fuhr ich in das Industriegebiet, parkte recht schnell und joggte in das Establishment, nicht ohne vorher mit breiten Schultern und strengem Blick ein paar anderen Kunden den Vortritt – nicht zu lassen.

So kürzte man mir die Matte in einer atemberaubenden Zeit, es sprang ein Heiermann für die Dame heraus. Die Zeit reichte noch um in den anderen Ort zu fahren, kurz zu Mittag zu fressen, danach noch scheißen, Hände waschen, Zähne putzen und wieder, pünktlich in der Knochenmühle zu sein.

Die überaus nette und vollkommen tätowierte Dame kürzte zunächst mein Haupthaar („bitte oben nicht allzu kurz, da ist es nämlich ein wenig schütter“) und befragte meine Augenbrauen. Ich bejahte. Büro: Während ich mich über ein Problem grübelnd im Gesicht streichelte, fielen mir überaus nützliche aber wenig attraktive Drähte auf. In der Nase. Nahm dann den uralten Rasierer, in stillem Gedenken an die liebe Evi – von ihr erhielt ich ihn Annodazumal, und kürzte kleine Nasenlochborsten.

Jetzt rückblickend bin ich froh und stolz das an der Haarfront Tabularasa gemacht wurde. Trotzdem bin ich noch nicht zufrieden, stelle ich grade fest als ich vom pinkeln kam. Ich schaute nämlich runter..

Mit intimen Grüßen..

Das Rosenkohl Paradoxon

„Herrlich!“, „Köstlich!“, „Was ein feines Mahl!“ – so jubilierten meine Gäste und wurden teilweise schon recht feucht vor lauter Lob und schlangen sich wie irre das Rosenkohlgericht in sich hinein.

Ich bin ja immer ein wenig verlegen wenn ich gelobt werde. Aber Tatsache! Ich habe mich mal wieder selbst übertroffen und das Zeug schmeckte echt supi lekka! Da mir Eigenlob nicht liegt verzichte ich an dieser Stelle auf weitere Ausführungen. Aber das ist im eigentlichen Sinne auch nicht das Thema.

Bei meinen jahrelangen Studien – und sie dauern noch an, kristallisierten sich zwei Schwerpunkte für mich heraus. Die Naturwissenschaften und der gemeine Alltag. In diesen beiden Disziplinen bin ich Meister, mir macht da so schnell keiner mehr was vor. Aktuell grübele ich seit Tagen über einen interessanten Umstand. Die herkömmliche Fachliteratur und als ehemaliger Cambridge-Principal konnte ich auch die leidig umfangreiche Bibliothek dieser Inselaffen-Wissensschmiede zur Rate ziehen, gab nichts zur Lösungsfindung her.

So hier meine eigenen Gedanken dazu. Ich kochte den Rosenkohl wie gewohnt in der Küche. Dem des Kohles eigenen Geruch konnte ich während des meditativen, stundenlangen Kochvorgangs nicht wahrnehmen. Ich schnüffelte, ich hielt mein Stupsnäschen in die Luft, wedelte elegant die Dämpfe aus dem Kochtopf in die Nähe meines Riechorgans und stellte fest: Rosenkohl stinkt nicht.

Soweit normal. Aber jetzt möchte ich Ihnen langsam, auch und vor allem für die Nicht-Akademiker, von Umständen berichten dessen ich hier sitze um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Wenn ich die Situation analysieren will, möchte ich mit dem Anfang beginnen. Ich kochte ein Rosenkohlgericht, selbstredend in der Küche – ich erwähnte es. Der, ich senke jetzt mal das Nivea, Gestank, war in der Küche nicht zu bemerken. Und jetzt fängt das wundersame an. Aus Gründen verließ ich die Küche um das Bad aufzusuchen. „Um mir nur kurz die Hände zu waschen..“ zwinker.. Und das Bad stank wie Bolle nach Rosenkohl, mir wurde fast schlecht so könnte es nur in den tiefsten Höllenbereichen für Banker, Anwälte, Politiker stinken – so schlimm. Frage Nummer 1: Warum stinkt es nicht in der Küche, in der ich den Rosenkohl zubereite? Frage Nummer 2: Warum stinkt es im Bad?

So köchelte es erstmal vor sich hin und diese zwei Fragen manifestierten sich in meinem überdurchschnittlich entwickelten Geist und ich schmeckte ab. Und es wurde für gut befunden. Und am nächsten Tag wachte ich aus meinem Grübeln durch ein lautes Gepolter, Geknattere, Stöhnen, Seufzen und einem Knallen dass die Erde bebte, Porzellan zu zerschellen drohte, auf. Dann klingelte das Telefon, das US- Erdbebeninstitut meldete sich und wäre besorgt und wollte höflich nachfragen ob alles in Ordnung ist. Und es stellte mir die Frage Nummer 3: Habe ich so angestrengt nachgedacht dass die Welt ins Wanken gerät?

Jetzt, Sie merken schon, die ganze Geschichte verfolgt mich immer noch, sitze ich in meinem Arbeitszimmer und schreibe diese Zeilen. Und was kann ich sagen? Hier riecht es nach.. Na, raten Sie mal!

Ich habe mir jetzt mal Millimeterpapier herausgeholt um mir das Szenario aufzumalen. Mein alter wissenschaftlicher Casio-Taschenrechner (Solar) wurde von mir mit diesen skizzenhaften Notizen mit Daten gefüttert und ich kam einer Gleichung recht nahe um das Rätsel zu lösen. Nämlich: Auch als hochvergeistigter Universalwissenschaftler ist diese Aufgabe nicht zu lösen. Es kann nur sein: Ich wohne in einem Spukhaus.

Hui Buh!

Nur so (10)

Wussten Sie dass die beste Zeit in die Knochenmühle zu fahren so ca. 12:00 Uhr Mittag ist? Nun, ich will versuchen meine These zu begründen. Normalerweise stehe ich um 5:25 Uhr auf. Mit all dem morgendlichen Gedöns bin ich dann ca. 6:30 Uhr in der Knochenmühle. Und im Winter muss ich aus nachvollziehbaren Gründen 10 Minuten mehr einplanen.

Sie fragen sich warum genau 5:25 Uhr? Es ist Nostalgie, denn ich benötige 5 Minuten um den Wasserkocher für den Hopp-hopp-Kaffee anzuschmeißen, die Glotze anzumachen und einen ersten Toilettengang hinter mir zu bringen. Pünktlich um 5:30 Uhr war ich dann bereit für die Tagesschau mit anschließendem Wetterbericht. Das tat ich seit Jahren so und wunderte mich immer warum ich schon morgens so schlecht gelaunt war. Bis ich in mich hineinhorchte und herausfand dass es die verlogene Tagespropagandaschau war die mich mies gelaunt machte. Nun schaue ich seit einigen Monaten gar keine öffentlich rechtlichen Nachrichten mehr und ich fühle mich wie ein neuer, besserer Mensch. Und habe keine schlechte Laune mehr. Toll!

Gestern war ich relativ früh im Bett. Genauer gesagt bin ich im Fieberwahn vor der Glotze und auf der Couch eingeschlafen. Vom Wozi-Fenster aus kann ich meine Teufelskarre sehen. Ich wachte gegen Neun auf und sah das die Karre total vereist war. Mit diesem fiesen, harten Eis. Den, den man ums Verrecken nicht wegkriegt. Und war froh dass ich den gelben Schein habe. Also dreht sich die Erde um die Sonne und nach und nach wird die Karre in Licht getaucht und ebendiese Stellen tauen auf. Vorhin um 12:00 Uhr war es soweit. Ich wäre bereit loszufahren ohne Eis zu kratzen. Wäre!

Weiß jemand was mit dem Kiezi los ist? Er bloggt nicht mehr und die Blogkommentare sind nicht mehr sichtbar und generell, kommentieren ist nicht mehr möglich. Das finde ich ein wenig schade denn der Kiezi hellte mir oft das Leben auf und brachte mich auf nostalgische Gedanken und Erinnerungen. Hat sicher was mit dem Battle zwischen ihm und dem Kiezschreiber zu tun. Also hier ein offizieller Aufruf an den Kiezi: Kiezi, ich hoffe Dir geht es gut. Ich vermisse Dich!

Ich bin ein ausgewiesener Teetrinker. In Ermangelung an Platz in meiner Muckelküche zerschlage ich immer öfters ein paar Wein-, Sekt-, Schnaps- und Cocktailgläser damit ich im Hängeschrank mehr Platz für Tee habe. Wenn ich krank bin trinke ich fast ausschließlich Tee. Letztens hatte ich Appetit auf Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Schon als ich den Teebeutel in die Tasse tat und den edlen Wasserkocher mit entsprechender Endtemperatur anschmiss entfuhr mir ein Pubsi – ist wohl antrainiert. Jedenfalls war er zwar keiner von diesen berüchtigten Lautlosen, dafür veränderte er aber den Raumduft nicht negativ. Ich freute mich und trank den Tee und später entfuhr mir wieder einer. Ich nenne ihn jetzt nicht mehr Pubsi, es war vielmehr ein ausgewachsener Furz, die Risse in den Wänden beklagten sich klaffend als ob ich in San Franzisco wohnen würde. Die Umgebung war unmittelbar olfaktorisch verseucht. Während des Lüftens fragte ich mich ob ich nicht vor dem Besuch einer Demo einen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee trinken sollte und was das für rechtliche Konsequenzen für mich hätte. Ich frage besser mal meinen Anwalt.

Kennen Sie diese Schockfotos auf der Verpackung von Tabakwaren? Manche sind ja recht niedlich, vor allem die wenn z.B. in einem Babyschnuller eine brennende Kippe steckt. Andere sind aber wirklich eklig. Pfui bah!

Seit einiger Zeit habe ich perfekt manikürte Finger- und Fußnägel. Und nicht nur ich, sondern auch meine Besucher und Gäste. Denn es liegt immer ein Maniküre Set in meiner unmittelbarer Nähe griffbereit und es wird benutzt. Wie kommt es, fragen Sie sich vielleicht? Ganz einfach, ich war ein wenig abgenervt von diesen Schockfotos und erstand eine Hülle in der ich meine Tabakbeutel aufbewahren kann. Das war auch erst ganz schön und toll und erfüllte seinen Zweck. Bis ich letztens aus dem Bad mein Maniküre Set holte um mir im Wozi ein wenig die Fingernägel zu kürzen. Ich tat und legte es auf den Wozitisch. Dann wollte ich mir eine Ziggi drehen und öffnete das Maniküre Set. Aber sehen Sie selbst warum:

Nach dem Murphy- oder auch nach dem Butterbrotprinzip erwische ich immer das falsche Etui. Will ich mir eine drehen, greife ich zum Maniküre Set. Will ich mich maniküren habe ich den Tabakbeutel in der Hand. Ganz richtig ist Ihre berechtigte Frage warum ich das Maniküre Set nicht einfach wieder zurück ins Bad lege. Aber, habe ich auf dem Klo eine längere Sitzung komme ich beim Anblick des Etuis auf die Idee die Zeit zu nutzen um mir ein paar Ziggis auf Vorrat zu drehen. Oder wenn ich im Wozi bin und maniküren will, liegt dann der genau gleich aussehende Tabakbeutel und ich grummele wenn ich ihn öffne und versuchen will mir mit dem Tabak die Nägel zu schneiden. Jetzt habe ich immer beides bei mir. So!

„Maniküre Set“ habe ich jetzt so oft geschrieben, da muss ich mir jetzt einen Tee aufbrühen, eine Kippe drehen und danach auf Toilette gehen. Mal sehen wie lange das Haus noch steht.

Schirrmi