Das Schweigen der Gänse

Hier auf dem Land gibt es nicht nur Hühner, Schafe, Pferde und Kühe. Nein, in den letzten Tagen hörte man in unmittelbarer Nachbarschaft auch Gänse trompeten. Ich weiß nicht warum mir grade gestern folgender fiktiver Dialog zwischen zwei Gänsen durch den Kopf ging:

„Du, Martin?“

„Ja Martin?“

„Weißt Du warum wir alle Martin heißen?“

„Nein, Martin.“

Westerwald: Verbrecherisches Martinsfeuer in Zehnhausen

Heutzutage, wo überall in der Welt gezündelt wird, nimmt auch das kleine, beschauliche Zehnhausen keine Ausnahme ein. Denn was mussten meine rotentzündeten Feiertagsaugen bei einem Spaziergang erblicken?

Hier wird das Martinsfeuer schon Wochen vor dem Brand hergerichtet. Neben diesem verbrecherischen Akt, wurden auch noch alle, ich sage ALLE Ratschläge, Empfehlungen und Anweisungen der Verbandsgemeinde ignoriert.

Wie jeder halbwegs denkende Mensch weiß und wie auch noch offiziell an die weniger geistig denkenden Westerwälder Keulenschwinger informiert wurde (lest und begreift mit gesunden Menschverstand selbst):

Und hier nun die unaussprechliche Untat, der nicht hinnehmbare Umstand wie in Zehnhausen verfahren wird:

Es ist kein Suchbild. Denn jeder wird auf dem Ersten Blick erkennen welche schlimmen, nein ich verbessere mich selber, eklatanten Verstöße der offiziellen Behördenrichtlinien erfolgten. Da ich dieses abgrundtief verabscheuenswürdige Verhalten der Mehrzahl der Dorfbewohner, inklusive des Vorstandes, nicht mittragen will, mache ich hiermit diesen Akt gegen jeglicher menschlicher Vernunft öffentlich.

Ein Mensch!

Der Mühlengeist verlor

Jahrzehntelang war ich der Boss, der ewige Gewinner wenn es um das Mühle-Spiel ging. Man nannte mich deshalb auch den „Mühlengeist“. So auch Letztens war ich frohgemut, von Demut keine Rede und hatte Weiß.

Wir legten Stein um Stein und wie gewohnt hatte ich schon eine Mühle und nahm einen Schwarzen – und schwupps, nannte sie mich „Mühlengreis“. Aber seht selbst:

Hochmut kommt vor dem Fall. So etwas ist mir noch nie passiert. Eine Partie Mühle, in Unterzahl während der Legephase verloren.

Mit demütigen Grüßen, ja auch an L.,

Schirrmi

Junge *ötzchen

Der Workaholic in Reinform! Wer mich kennt, der weiß dass je mehr Arbeit ich aufgehalst bekomme, je anspruchsvoller die Aufgaben sind, umso mehr gehe ich – gehe ich auf. Ich fühle mich bestätigt. Je mehr Stress desto männlicher werde ich. Je kniffliger die Verhandlungen umso enger wird meine Hose, umso mehr habe ich Spaß. Ja, man kann sagen, ich bin ein Business-Man durch und durch.

Betriebsräte sind mir ein Greuel. Hebe mich ab vom Zwang nicht Nachts, am Wochenende oder Feiertags arbeiten zu dürfen. Ja, so lebe ich, so liebe ich das Leben. Immer flott und flink, laut und habe immer Recht. Ein Arbeitsleben in Saus und Braus und im richtigen Unternehmen. Ich darf über mehrere Zeitzonen hinweg arbeiten, welch ein Glück – denn da muss ich nicht schlafen gehen und kann mir 24h lang die Bestätigung holen die ich brauche. Das ich gebraucht werde. Meine Hosen muss ich mittlerweile eine Nummer größer kaufen damit niemand sieht dass mein Schwanz immer größer wird.

Leider ergab es sich letzten Freitag dass ich von meinem Scheff-Scheff nicht die Bestätigung erhielt die ich verdient hätte. Denn er klopfte mir auf die Schulter und meinte: „Heute, Herr Schirrmi, gönnen Sie sich mal einen freien Nachmittag. Das haben Sie sich verdient!“. „Schei…!“, dachte ich so bei mir, packte meine drei Notebooks ein, sorgte für einen weiteren Bonus-Punkt unsere Clean-Desk-Policy und stieg in meine adäquate Karre. Ich fühlte mich hilflos und verloren, denn was hatte das zu bedeuten dass ich Freitagmittag nach Hause geschickt werde?

Also fuhr ich nachdenklich und immer noch sehr potent angesichts meiner beruflichen Leistungen durch die Dörfer in Richtung meiner Villa und sah am Straßenrand jede Menge kleine *ötzchen stehen. Ach, dachte ich so bei mir – um diese Tageszeit sehe ich ja die Welt nicht, was machen denn am hellichten Tag so viele kleine *ötzchen hier?

Und dann hatten sie auch noch so kleine, lustige Rucksäckchen auf dem Rücken. Lachten, spielten und waren voller Freude. Die Sonne schien und sie vergnügten sich als ob es kein Business gäbe. Als ob es kein richtiges Leben geben würde. Ich verstand es nicht.

Die i-Dötzchen

Aus einer Mücke einen Elefanten machen

Soeben saß ich mit L. noch rauchend auf der Terrasse, genoss einen Nussschnaps und jetzt nicht mehr. Davor rauchten wir draußen eine, ich hatte einen Woco und sprach den Nachbarn an der sozusagen in Nachbar‘s Garten schaffte. Jetzt nicht mehr.

Jedenfalls kam man so über dem Zaun ins Gespräch und ich erwähnte beiläufig dass ich letztens viele Stubenfliegen in der Bude hatte. Er erwiderte, ja, diese Mücken, die regen mich auch immer auf. Da könnte man ja verrückt werden. Aber dieses Jahr ginge es. L. erwiderte darauf, ja aber diese Schnaken im Schlafzimmer – diese ewige Herumstecherei. Das wäre doch eine Plage. Ich wollte verbessern, nee, das wären doch Mücken. Und die anderen, das wären Fliegen und keine Mücken. Und dann gäbe es noch Schnaken. Die würden aber doch anders aussehen.

Hier im Westerwald kommt mir das sowieso ein wenig komisch vor. Ich als Rheinländer und nichtstudierter Biologe lasse mich gerne verbessern und darüber hinaus lerne ich ja auch immer gerne hinzu. Aber dass diese Keulenschwingenden Menschen zu Stubenfliegen Mücken sagen, zu Mücken Schnaken, zu Langbeinigen Spinnen Mücken und wiederrum zu den großen, blinkenden Schmeißfliegen ebenso von Mücken sprechen – das, ja das ist mir zu hoch.

Wollte erst diskutieren, molk dann mal ein paar Mäuse und genoss dann aber doch lieber einen weiteren Schnaps. Aus hoffentlich voller Nuss J

Bonus: Im Schlafzimmer hatte ich immer eine Fliege, ähm, Schnake, ähm, Mücke welche ja keine sein sollte aber war. Sie summte hochfrequent um mein lieblich schlafendes Ohr, meine Hand machte Platsch und das Summen hörte auf. So kam ich nicht umhin diese Großtat sogleich der netten C. zu berichten bevor ich von schnakenden Mücken träumte die wie irre um eine große Flasche Nussschnaps fliegten, ähm flogen.

Sonnenbad auf der Straße

Ist das Wetter nicht herrlich? Es ist warm und wir haben Ferien. Die Vögel zwitschern, die Brut wird flügge und letztens sogar, hat mein Alabaster-Po das erste Mal seit Jahren die Sonne gesehen. Mit unangenehmen Folgen, vor allem für einen Büromenschen wie mich.

Als ich am Montag so in unserer herrlichen Gegend zur Arbeit fuhr, entdeckte ich mitten auf der Straße einen Sonnenbadenden Maulwurf. Da es bei uns doch sehr dörflich zugeht, konnte ich aussteigen und ein Foto von dem kleinen Racker machen:

Süß, gelle? Hach, die Tierchen sind mir ja ans Herz gewachsen. Eigentlich dachte ich dass es diese sonnenverwöhnten, niedlichen Dinger nur im Harz gibt. Siehe hier und hier. Aber jetzt auch im Westerwald? Toll! Ich bin gespannt auf mehr.

Schönen Mittag wünsche ich euch!

Feinster Parmesan / Schokoschliff dank Dr. Scholl

Hallo Erstmal!

Ich weiß nicht ob Ihr wisst dass wir hier in der Knochenmühle einen externen IT-Berater namens Rüdiger Hoffmann haben. Ich wusste es nicht. Ist aber so. Also: Hallo erstmal!

Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Weder der Eine ohne Schlipps noch der Andere mit – hat mit dieser Geschichte etwas zu tun.

Manche kennen mich von der Straße. Da gab es, wenn es hoch kam, Hundefutter aus Dosen zu fressen. War nicht allzu schlimm, wenn man mich jetzt fragen würde. Schlimm vielleicht meine Frisuren, bunt. Oder auch nicht schlimm. Liegt ja immer im Auge des Betrachters. Oft auch schwarz. Und was ich heutzutage so bei jungen Menschen sehe, Löcher in den Hosen und dabei affektiert. Und blöd. Gemacht. Tja.

Aber Sie sind ja nicht blöd und haben am Blogtitel schon gemerkt dass es hier nicht um Meckereien über unseren Nachwuchs geht. Sondern, und achten Sie bitte auch immer auf meine Rechtschreibung und Kommas, um eine Begebenheit die ich hiermit stolz, demütig aber laut und für die Versammelten kundtuen möchte.

Denn ich koche gerne. Aufgrund meines Fressgeschmacks mag auch immer Käse dabei sein. Wie ich schon immer erzählte dreht sich manchmal der vermaledeite Käse um und ich manchmal mit – mit meinem Leben. Sei es wenn ich den Gast oder die Gästinnen frage: „Gratiniert?“ So esse ich bekanntermaßen auch keinen Salat. Also nichts was Schnecken, Kaninchen oder sonstige wilde Tiere gewöhnlich zu fressen pflegen. Oh, ach, und mein Sohn auch. Sorry – ich vergaß. Isst seit Letztens auch keine Schnecken, Schweine, Kühe etc. mehr. Es entwickelt sich eine Generation, immer meiner Meinung nach, denen es wichtiger ist sich ungesund zu ernähren, deren Hautbild immer schlechter wird, deren Glieder klappern, Zähne Gelb, Haare stränig werden, keine Libido und auch sonst keine Knete mehr in der Tasche haben. Ich schweife ab.

Bei mir gibt es erlesenstens (oder wie das geschrieben wird) Essen. Von mir selbstgekocht. Gut, Anregungen hole ich mir von diesen fetten, überheblichen, unmenschlichen, Tausendsternenscheffs die es da gibt. Die sich einbilden und so passiert es auch, dass es Menschen gibt die für manchen Fraß mehr als den Gegenwert einer Currywurst bei Konopcke ausgeben und nicht raffen dass sie Teil einer SuchtGenußFriedeFreudeEierkuchen-BILD-RTL2-ZDF-Gesellschafft geworden sind. Kurz: Sterne für das Volk. Da können die mal sehen was es anderswo zu fressen gibt.

Wandern ist meine Passion. Ich wandere mal hier und mal dorthin. Musste, Sie können mich gerne kommentieren, es war halt so dass ich beim Militär diverse Ausbildungen machte obwohl ich vieles, alles daran tat, dies nicht tun zu müssen. Von Mensch zu Schwein werden. Dinge erlernen die meine Freunde, meine Familie, meine Mama, meinen Papa umbringen, zwar mit Tränen und Ungemach aber weil SIE wollen und weil man ansonsten verhungert, macht man das mit. Ich überlebte. Nach dem ersten Abzug mit der Fingerspitze „HEY, GEZIELT TREFFEN!“, brüllten die und ich fragte ihn ob er das ernst meinen würde im 20. Jahrhundert – wo der Mensch doch eigentlich doch so viele Lehren gezogen haben könnte. Daraufhin das erwartete Gebrüll mit großen, dummen Augen: “ Bist DU ein linkes Schwein?“ Die Antwort gab ich ihm nach Dienstschluss. Er war hungrig und bat um mehr. Die anderen Schweine säuten sich um ihn herum, grunzten und fraßen ihn an und wollten mehr. Ich tat. Wie gewünscht und wie unmenschlich. Er jedenfalls, war nicht zum Zapfenstreich in seiner Koje.

Jetzt ist es so dass ich eigentlich über Dr. Scholl und seine Leistungsfähigkeit referieren wollte. Etwa dass ich ein Produkt erstand welches, ich kann keine fremden Sprachen, mit „Pediküre“ wirbt. Es rollt und vibriert und ich hielt es an meine geschundenen Körperteilchen und sah, es tut mir ja leid für diese Produktentwickler, ich bin stärker als so ein Gedöns. Möchten Sie sehen weshalb ich hier und warum ich mich mit feinsten Worten diesbezüglich veröffentliche?  Käsegeruch in kleinsten Mengen die in der Lage sind Nasenhaarenpartikikelchenchen und nicht ausschließlich, Atem- Auge- Arschwege in Mitleidenschaft ziehen können und am Ende doch nicht das abarbeiten was sich so nach Wanderungen an den Fersen einstellt?

Fazit: Dieses Dr. Scholl-Drehdings mit Batterien ist nicht in der Lage sich an mir abzuarbeiten. Aber das soll nichts weiter heißen. Denn was bei mir nicht funktioniert kann an anderen Materialien doch sehr gut helfen. Denn ich wollte auf der kürzlich hergestellten Schokotorte ein paar Muster oben anbringen und dafür war das Ding dann doch ganz gut.

Guten Appe!

P.S.: Aus Gründen ohne Fotos 🙂

Schlagzeile des Tages: Verluste durch Stellenabbau

Was mussten grade meine entzündeten Augen in den News erblicken? Jobabbau reißt eine kriminelle Vereinigung tief in die Verlustzone?

Also, jetzt musste ich ja kurz durchatmen. Hier bei uns in der Knochenmühle will man durch Synergieeffekte, also gemeint ist Stellenabbau, Gewinne machen und dort bei der Commerzbank macht man Verluste?

Tststs, diese visionären Manager. Wer sagte das noch mal? Wer Visionen hat sollte zum Psychiater gehen. Oder schlicht: „Widewidewitt, ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt.“ tralala..

Länderübergreifende Verständigung oder HELGAAAA!

HEEEEELGAAAAA!!!!!! So oder so ähnlich gellend riefen plötzlich nüchtern gewordene Menschen nach Ihrer Lieben. Denn Helga war verlustig gegangen. So und so ähnlich rufen Sie immer noch. Die mitfühlenden Seelen auf Festivals um Helga wieder zu finden. In der Hoffnung dass es ihr gut geht.

Kolportierend kann ich berichten dass Helga irgendwann damals bei Rock am Ring verlustig ging und erst wenige, dann mehr, dann alle Tausende sich Sorgen um Helga machten und sie (die Suchenden) in Erhoffnung eines Lebenszeichens von ihr nach ihr riefen. Das Rufen.. langsam machten sich mehr und mehr Kuttenträger Sorgen, nahmen zu, Gruppenrufen, allgemeines Helga-Gesänge, sogar die Bands auf der Bühne skandierten nach der armen Helga.

Wir suchen und rufen immer noch nach dem armen Stück. Im Jahre 2017 kann ich persönlich sagen dass ich Einige aber nicht die Eine Helga fand. Stieß manche dann von der Bettkante, der Treppe der Wohnmobile (setzen Sie hier Passendes ein) runter um weiter auf der gemeinsamen Suche nach der ursprünglichen, der wahren Helga unsere Jesuslatschen abzulaufen, in jedes Zelt HEEEELGAAAAAA? reinzurufen, fremde Mädels anzubrüllen ob sie da wäre.

Bislang ohne Erfolg, wir lassen nicht locker. Wir lassen Helga nicht alleine – sind „Soko Helga“.

In lauter, jahrelanger Verzweiflung dass ich Helga weder fand noch beglücken noch ihren damaligen bescheuerten Begleitern sagen konnte wie sehr ich sie verabscheue ihr Mädel mitten in der Eifel des Nächtens in die grüne Hölle zu entlassen, wurde ich langsam fündig. Karlo, vielen Dank für den Tipp lieber Jani, hauchte mir seinen Alkoholatem erst nach einigen Whiskeys um die Ohren Nasenflügel und des Rätsels Nebel löste sich alsbald.

Denn ein blonder Engel kam mit verkatertem Kotflügel durch die Luft  herangeflogen und zwitscherte ihr – mein Ding: „Kleiner Suchender, hier in dieser Kiste – breche das Klebeband, dann hört Deine Suche auf!“. Ich erbrach, nicht um vorher ein paar leckeren Prosecco genossen zu haben, das Unaussprechliche, schöne Siegel und aus dem Gewust an lieben Erinnerungen entstieg Helga. Ich fiel zunächst ab, dann sprachlos herunter. Als ich dann nicht mehr nicht mehr sprechen konnte, entschwanden mir heiser die folgenden Worte: „Das war es dann? Die lange Suche hat für uns alle ein Ende? Eine Ruude?“. Und weiter: „Dann hätte ich Drei..“

Mit nordrhein-westfälischer Kontenoooons rückte ich meine halbärmeligen Hemdsärmel zurecht und suchte nach Worten, die hessische Fraktion in Form von schlackernden Jeans, gehalten von viel zu viel Trägern und dem Gleichen Grundstoff, fing an zu lachen und ließ folgendes Foto machen:

Euer Grufti