{"id":96,"date":"2013-01-27T21:16:25","date_gmt":"2013-01-27T19:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=96"},"modified":"2025-12-24T15:55:19","modified_gmt":"2025-12-24T14:55:19","slug":"unser-taeglich-brot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/unser-taeglich-brot\/","title":{"rendered":"Unser t\u00e4glich Brot"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_120\" aria-describedby=\"caption-attachment-120\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/small_8R0B0100.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-120\" alt=\"Gesehen in Rothenburg o.d. Tauber\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/small_8R0B0100-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/small_8R0B0100.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/small_8R0B0100.jpg?resize=449%2C300&amp;ssl=1 449w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/small_8R0B0100.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-120\" class=\"wp-caption-text\">Gesehen in Rothenburg o.d. Tauber<\/figcaption><\/figure>\n<p>Fast zwei Monate ist es her dass ich hier einen Blog geschrieben habe. Was Schade ist. Ich roste ein. Es ist vermutlich meiner allseits bekannten Rechtschreibschw\u00e4che nicht zutr\u00e4glich. Hat aber eine Vielzahl an Gr\u00fcnden \u2013 das Nicht-Bloggen.<!--more--> Sicherlich ist der Hauptgrund dass ich nur selten Kommentare des geneigten Lesers erhalte. Nebengr\u00fcnde sind der angestellte Broterwerb, auch \u201eKnochenm\u00fchle\u201c genannt, der Festival- und Musiksommer sowie Weiteres in der Rubrik \u201eWeiteres\u201c wie zum Beispiel Haus- und Gartengestaltung in eigenem Zweck und aus Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnte hier eigentlich Schluss sein. Habe ich doch den Hauptgrund genannt \u2013 Ihr Schwachk\u2026, \u00e4hm, meine lieben, geneigten Leser. Trotzdem gibt es ein Erlebnis in meiner kleinen Welt welches mich dazu bringt doch noch einmal meinen Sermon in die Welt zu verbreiten. N\u00e4mlich das biblische Fragment \u201eUnser t\u00e4glich Brot\u201c.<\/p>\n<p>Genaugenommen und sehr privat, ist im Wortsinne \u201eUnser t\u00e4glich Brot\u201c nicht mein t\u00e4glich Brot. Aufgrund einer leidigen Allergie sollte ich m\u00f6glichst davon Abstand nehmen. Von daher spreche ich nunmehr auf der Metaebene zum Thema. In der Hauptsache waren meine Brote in diesem Sommer: Musik, Frauen, endlose Wanderungen und, nun ja, zum Broterwerb geh\u00f6ren nun mal auch endlose Arbeit, wochenlange IT-Bereitschaften und Changes die meist am Wochenende oder nachts erledigt werden m\u00fcssen. Letzteres werde ich nicht wieder erw\u00e4hnen um den Spannungsbogen bei euch aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrigen Highlights an Livemusik lassen sich nicht mehr an zwei H\u00e4nden abz\u00e4hlen. Eine ungeordnete Liste ohne Priorit\u00e4t, Vollst\u00e4ndigkeit und Erleben w\u00e4re Tenacious D, Metallica, Donots, Red Hot Chili Peppers, Bush, Sondaschule, Die Toten Hosen, Linkin Park, Billy Talent, The White Stripes, Placebo, Beatsteaks u.v.m. Entweder habe ich einen H\u00f6rsturz oder ich bin vor lauter Geilheit auf Musik schwachsinnig geworden. Anders kann ich mir nicht erkl\u00e4ren warum eine junge, gutaussehende Anw\u00e4ltin mich auf dem Firmenparkplatz ansprach ob meine Karre defekt w\u00e4re, w\u00fcrde so komische Ger\u00e4usche machen (\u2026). Ich konnte nur br\u00fcllen das es Musik w\u00e4re und zwar Bro Hymn von Pennywise. Ganz entgegen meiner Art \u201eCool bleiben, keine Antworten \u2013 keine Fragen!\u201c verteidigte ich eine herausragende Band anstatt der m\u00e4nnlichen Natur gem\u00e4\u00df zu fragen ob sie in der Mittagspause schon was vorh\u00e4tte. Na ja, wenn es Ihrerseits ein Flirtversuch war, so habe ich ihn sabotiert. Falls es von ihr nett und aufmerksam gemeint war \u2013 sabotierte ich ebenfalls.<\/p>\n<p>Im Nachgang an eines der Festivals sa\u00df ich im B\u00fcro und arbeitete wie gewohnt flei\u00dfig und mit h\u00f6chster Effizienz so vor mich hin (Ja, ich wei\u00df, ich wollte nicht mehr vom Horror schreiben). Aufgeschreckt von meiner intensiven Arbeit wurde ich von einer Hand die sich auf meine Schulter legt. Ich nahm die Kopfh\u00f6rer aus dem Ohr (Placebo:The Never-Ending Why), mein Chef fragt warum ich nicht ans Telefon gehen w\u00fcrde. Ich antwortete, welches Telefon? Und warum fragst Du mich ewig immer das Gleiche?<\/p>\n<p>Auf dem \u201eRock im Pott Festival\u201c in der Veltins Arena beobachten S. und ich die Kamerateams von 1Live und WDR. Diese wuselten durch die Menschenmenge und erlaubten sich fremde Leute filmenderweise anzusprechen und erwarteten Antworten sowie Kommentare auf Fragen wie z.B. \u201eWarum seid ihr hier?\u201c. Klare Antwort in diesem Fall: \u201eWegen Heino und um Reporter zu tollschocken!\u201c. Na ja, ganz so krass war ich entgegen meiner Natur nicht. Bemerkenswert ist eigentlich nur dass ich mich mit S. besprach in dem Sinne dass ich es hasse interviewt und gefilmt zu werden. Das ich derjenige, der Einzige unter zig-Tausenden Menschen bin der auf so etwas keinen Wert legt. S. pflichtete mir bei. Am\u00fcsiert beobachteten wir die Filmteams wie Sie in der Art von \u201eHaste mal \u201ane Mark?\u201c fremde Menschen ansprachen. Grade mal weggeguckt und wieder hin \u2013 steht doch da ein komplettes Filmteam bel\u00e4stigend vor uns! Konnte meine Faust grade noch so in der Schlagbewegung einhalten um &#8211; damit ich nicht auffalle, so zu tun als ob ich mir beil\u00e4ufig eine Haarstr\u00e4hne zur\u00fcckstreichen wollte. Der Rest ist \u00f6ffentlich bekannt. Frage: \u201eWegen welcher Band seid ihr hier?\u201c \u2013 Antwort: \u201eBoss Hoss\u201c (muhahaha, rofl!). Frage: \u201eWie gef\u00e4llt es euch hier in der Arena?\u201c \u2013 Antwort: \u201eF\u00fcr das Geld h\u00e4tten wir mehr erwartet. Die Akustik ist so was von Endschei\u00dfe!\u201c Nach einem lieblosen Tsch\u00fcss war der Fall dann auch erledigt.<\/p>\n<p>Aber das ist halt das t\u00e4gliche Brot \u2013 f\u00fcr beide Seiten, meine und Andere.<\/p>\n<p>Res\u00fcmierend schwelge ich noch und erwarte noch mehr von diesem Jahr hinsichtlich Musik. In Bezug auf Frauen oder vielmehr Frau, hatte ich Gl\u00fcck. Nur leider ging alles so schnell und \u00fcbereilt ohne dass ich eigentlich Zeit hatte mir selbst klar zu werden was ich m\u00f6chte und was ich brauche. Das ist ein Thema woran ich, wir, noch knabbern. Es ist aber zu privat um dieses Thema hier auszubreiten.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Taubertal-Festivals fungierte ich wie gewohnt als Stadtf\u00fchrer und Wissender. Wenn manchmal ein F\u00fchrer fehlte so f\u00fchrte ich (\u201eHeil Ich!\u201c). Wenn manchmal ein Spa\u00dfvogel fehlte so v\u00f6gelt.., \u00e4hm, so sorgte ich f\u00fcr Belustigung, wenn kulinarische Empfehlungen angesagt waren so gab ich bereitwillig Auskunft \u00fcber Cunnilingische Gepflogenheiten, wenn Fachfragen zu VIP-Bereichen zu er\u00f6rtern waren, so waren uns \u2013 mit mir und mit meiner riesigen G10, als Profifotograf , T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Dies alles und noch viel mehr ist mein t\u00e4gliches Brot welches mein \u00dcberleben in dieser verfickten Facebook- und iGed\u00f6ns-Welt sichert. N\u00e4mlich Freude und Freunde, richtiges Leben, Liebe, Zuneigung, Geborgenheit und.. \u2013 Musik.<\/p>\n<p>Euer Schirrmi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast zwei Monate ist es her dass ich hier einen Blog geschrieben habe. Was Schade ist. Ich roste ein. Es ist vermutlich meiner allseits bekannten Rechtschreibschw\u00e4che nicht zutr\u00e4glich. 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