{"id":76,"date":"2013-01-27T20:36:50","date_gmt":"2013-01-27T18:36:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=76"},"modified":"2025-12-24T15:55:19","modified_gmt":"2025-12-24T14:55:19","slug":"das-oberbergische-oder-nachspiel-ist-schon-angesagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/das-oberbergische-oder-nachspiel-ist-schon-angesagt\/","title":{"rendered":"Das Oberbergische oder Nachspiel ist schon angesagt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_143\" aria-describedby=\"caption-attachment-143\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/klein_8R0B9019.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-143\" alt=\"Schirrmis Backk\u00fcnste\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/klein_8R0B9019-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/klein_8R0B9019.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/klein_8R0B9019.jpg?resize=449%2C300&amp;ssl=1 449w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/klein_8R0B9019.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-143\" class=\"wp-caption-text\">Schirrmis Backk\u00fcnste<\/figcaption><\/figure>\n<p>Liebe Leser,<\/p>\n<p>wenn man sich am Wochenende im Oberbergischen herumtreibt sollte man sich nicht wundern dass doch so manches h\u00e4ngenbleibt bzw. nachh\u00e4ngt. <!--more-->F\u00fcr die sich jetzt aufgeregt Fragende &#8211; der Oberbergische Kreis befindet sich laut Wikipedia in Deutschland\/Nordrhein-Westfalen und geh\u00f6rt zum Regierungsbezirk K\u00f6ln. Der Verwaltungssitz ist Gummersbach und ich fuhr einfach die A4 in Richtung Olpe aus Richtung K\u00f6lle. Nennenswert seien hier die Orte Wiehl und Biehlstein. In Letzterem insbesondere der Campingplatz.<\/p>\n<p>Es ergab sich also an einem sch\u00f6nen Samstag eine Einladung in das \u201eOberbergische\u201c mitsamt einer Vielzahl an Vorstellungsgespr\u00e4chen die zwar erschreckend erwartet aber nicht erhofft waren. Zwei liebenswerte Menschen Namens J. und M. luden imposant ein, eine Vielzahl an Zwergen sorgten \u00fcberaus rege und in herausragendem Ma\u00dfe f\u00fcr das Wohlergehen in Form von Speisen und, ach ja\u2026 f\u00fcr die Getr\u00e4nke (nochmals Danke, ihr S\u00fc\u00dfen!). \u00a0Musik kam jugendlich, professionell und immer die W\u00fcnsche der G\u00e4ste beachtend von einem mir leider unbekannten gutaussehenden Mann. Mitsamt Winamp und \u201eBiffy Clyro\u201c.<\/p>\n<p>Wenn sich circa 69 Menschen fr\u00f6hlich die H\u00e4nde sch\u00fctteln, sich umarmen und das Wiedersehen feiern, gab es doch einen siebzigsten Menschen der sich f\u00fchlte wie auf einer M\u00e4nnerausverkaufsmesse, der begutachtet, angef\u00fchlt, intellektuell herausfordernd nach seinem Woher und Wohin gefragt wurde, Familienstand, Ausbildung und Beruf sowie die derzeitige und zuk\u00fcnftige Automarke seien sehr interessant zu wissen, so f\u00fchlte und qu\u00e4lte ich mich still in mich hinein und versuchte mein Hollywood-L\u00e4cheln und meine blauen, \u00fcberaus sympathischen Augen noch ein wenig mehr als sonst strahlen zu lassen in der Hoffnung ausreichend Anklang zu finden.<\/p>\n<p>Der erste Fleisch- und Geistesbeschau war vor\u00fcber, ich ging nach drau\u00dfen um mich an einer Ziggi zu laben, stand ein gro\u00dfer, starker B\u00e4r vor mir der mit seiner schieren Pr\u00e4senz den Campingplatz zum Wildtierpark machen zu wollen schien. Nach einigen ihm hingeworfenen Leckereien in Form von gef\u00fcllten K\u00f6lsch-St\u00e4ngelsche brummte er nur noch gutm\u00fctig und wackelte sanft mit seinen H\u00fcften und zeigte sein Wohlbefinden im Ablehnen von Diskussionen \u00fcber einem gewissen Herrn Wulff. Dies machte mich hoffnungsfroh und zeigte mir meine formvollendliche Gegabung eher mit Kuschelb\u00e4ren aus Hannover als mit Freundinnen der Freundin, Freunde und M\u00e4nner der Freundinnen, Verwandte und Kolleginnen der Freunde der Freundin, weite Bekannte und weitere Angeh\u00f6rige der \u201etollen 69\u201c umzugehen.<\/p>\n<p>Nachdem der erste Aufruhr hinsichtlich meiner Person nachlie\u00df konnte dann doch noch eine tolle Nacht beginnen. Die J., die T., die H., die Y., die ach, ich wei\u00df nicht wer noch mit Ihren Begatteten (Gatten?) da waren,\u00a0 verlie\u00dfen ihre Rolle als Begutachter, wurden wohl aufgrund des hervorragendem Essens wohl ein wenig gel\u00f6ster \u2013 so auch ich. Es wurde The Cure, Super-Skunk, Koks, Sex, De H\u00f6hner, Fremdgehen und M\u00fcnchen diskutiert. Gelle Yvonne? J.\u00a0 Der Siebzigste packte seine Tanzbeine aus und warf sie nur so durch die Gegend dass es eine Freude f\u00fcr alle war. Es lichteten sich langsam die Reihen, der Spreu trennte sich vom Weizen. Der harte Kern blieb \u00fcbrig immer begleitet von den wundervollen, starken Zwergen die charmant aber doch bestimmt f\u00fcr Nachschub des notwendigsten \u00dcberlebens sorgten. Aus Achtzehn Uhr wurden Viere. Egal! Ein k\u00f6stlicher Abend und eine prima Party bei der ich doch mal lieber unter der Bank oder an der Theke gepennt h\u00e4tte. So im Nachhinein gesehen. Aber davon sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Nachdem mich meine Angebetene herzlichst und liebevoll gebeten hatte ein Taxi zu rufen, ich mir ausrechnete dass das Taxi ca. 20 Minuten br\u00e4uchte und ich noch einen Schlummertrunk zu mir nehmen k\u00f6nnte, stand nach ca. 1ner Minute schon der Taxifahrer da um uns abzuholen (Shai\u00dfe!). Im \u00fcberaus empfehlenswerten Hotel zur Post in Wiehl angekommen, kramte ich mir meine jahrelangen Erfahrungen als Krankenpfleger raus, wuchtete die\u00a0 S. hin und her dass es eine Freude war und sie schlussendlich gut zugedeckt, mit offenem Fenster, schlafen konnte. Selbstredend nackig J. \u00a0Dann folgte ein Zeitloch \u2013 der Wecker klingelte nach gef\u00fchlten 2 Minuten. \u2013 Ich recherchierte schnell mal, die reale Welt hatte 4 Stunden angezeigt. Wo sind die 3:58 Minuten hin, frage ich mich noch heute.<\/p>\n<p>Nach den besagten 2 Minuten hervorragend gut gelaunt, frisch aber nicht frisch rasiert und die Haare und die Stinkewinkel ebenso nicht sehr frisch, \u00fcberkam dem Schreiber Lust sich ans Hotelfenster zu stellen um singend zu v\u00f6geln und die drau\u00dfen herzumzwitschernden und flugunf\u00e4higen Damen bei ihrem Spiel zu beobachten. &#8211; \u00c4hm! Ihr wisst schon! \u2013 Es klopfte an der T\u00fcr, \u201eRezeption \u2013 bitte machen Sie die T\u00fcr auf! Wir haben Sie beim Rauchen beobachtet!\u201c, schrie eine entsetzte Stimme durch das Hotel und in unser Zimmer hinein. \u00a0\u00dcberrascht und unschl\u00fcssig ob ich nun aufgrund dieser liebenswerten Aufforderung die T\u00fcr ent- oder bekleidet \u00f6ffnen sollte, entschied ich mich f\u00fcr ein Gentleman-Outfit und \u00f6ffnete die T\u00fcr. Die aufgeregte Stimme wiederholte ihr Anliegen, ich erwiderte, mir keiner Schuld bewusst und ironisch zur Dame des Hauses \u201eWerde ich jetzt von Dir bestraft?\u201c. Zack! Ein Satz zu viel, eine unbedachte Ironie l\u00e4ssig ausgesprochen, die ich sp\u00e4ter bereuen sollte.<\/p>\n<p>Mich mit den herausfordernden Worten verlassend \u201eWir sprechen uns an der Rezeption!\u201c verlies uns die Dame und wir erhielten Zeit uns auf das sp\u00e4ter folgende, ausnehmend k\u00f6stliche Kater- \u00e4hm,\u00a0 Schnitzel-Fr\u00fchst\u00fcck am Camping-Platz vorzubereiten. Aber, Check-Out bedeutet ja man muss ja noch was erledigen. \u201eSie bekommen jetzt die Strafe, das kostet dreihundert EURO Strafe weil wir sie am Fenster gesehen haben!\u201c. Alle Erkl\u00e4rungen meinerseits verliefen im Sande, eine aufgeregte und \u00fcberaus unh\u00f6fliche, laute, zornige, kreischende Hotelchefin wurde hinzugezogen. Ach, dachte ich so bei mir. Das ist genau das was ich und die BRD brauche. Abgekl\u00e4rt und souver\u00e4n bezahlte ich die Strafe unter Protest, nicht ohne dass die gewaltt\u00e4tige Atmosph\u00e4re seitens der fremdsprachlichen Hotelchefin weiter eskalierte und sie einen jungen, ihr absolut gegens\u00e4tzlich freundlichen K\u00fcchenchef hinzuzog der dann still und freundlich vor sich hinl\u00e4chelnd stand sein stillschweigendes Mitgef\u00fchl f\u00fcr uns, die \u201eHotelg\u00e4ste\u201c verschwendete. Mit einem fr\u00f6hlichem \u201eAuf Wiedersehen\u201c der Concierge verlie\u00dfen wir dieses gastliche Haus um uns sch\u00f6neren Dingen zuzuwenden. N\u00e4mlich \u2013 dem Campingplatz und den \u00dcbriggebliebenen\u2026. der weitere Sonntag geh\u00f6rte dann in K\u00f6lle der Couch J<\/p>\n<p>Und als Empfehlung an alle die das Hotel zur Post in Wiehl nicht kennen oder auch die die es kennen \u2013 tut es euch nicht an, oder nicht wieder an\u2026<\/p>\n<p>Jenny und Marc, vielen Dank f\u00fcr den wundersch\u00f6nen Abend und die Gelegenheit euch alle kennenzulernen! Ich freue mich wieder auf euch! Im \u00dcbrigen f\u00fcr die Westerw\u00e4lder unter euch \u2013 das Oberbergische l\u00e4dt landschaftlich ein. Also, packt wie ich, eure Wanderschuhe ein und kommt zu Besuch!<\/p>\n<p>Johannes<\/p>\n<p>P.S.: Da ich an diesem Wochenende nicht der Fotograf war, oben nur ein Pic vom heutigen Tage &#8222;Ich kann backen &#8211; Wunsch und Wirklichkeit!&#8220; welches mich als begnadeten B\u00e4cker in meiner eigenen Backstube entlarvt. Sorry nochmal, liebe C.! \ud83d\ude41<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser, wenn man sich am Wochenende im Oberbergischen herumtreibt sollte man sich nicht wundern dass doch so manches h\u00e4ngenbleibt bzw. nachh\u00e4ngt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[43],"class_list":["post-76","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blog","tag-altes-zeuch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3l7Rv-1e","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1097,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions\/1097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}