{"id":4166,"date":"2016-11-21T19:35:20","date_gmt":"2016-11-21T18:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=4166"},"modified":"2025-01-18T20:26:58","modified_gmt":"2025-01-18T19:26:58","slug":"massage-von-einem-geschaeftsfreund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/massage-von-einem-geschaeftsfreund\/","title":{"rendered":"Massage von einem Gesch\u00e4ftsfreund"},"content":{"rendered":"<p>D\u00e4mmerlicht. Wir trafen uns auf einem P&amp;R in Gro\u00df-Gerau.<\/p>\n<p>Es war noch relativ fr\u00fch, der morgendliche Verkehr noch nicht recht steif. Ich parkte mit laufendem Motor unter B\u00e4umen und hielt Ausschau nach ihm. Ich erwartete Gro\u00dfes von diesem Tag. Noch nie war ich mit ihm alleine. Unterwegs. Gibt\u2019s Fr\u00fchst\u00fcck? Wie ist er drauf? Kann ich was von ihm lernen? Auf die Minute genau stand ich dort, konnte aber seinen Luxuswagen nicht erblicken. Ich gab ihm noch ein wenig Zeit bevor ich ihn mit dem Autotelefon anrief. Hach, gut gelaunt f\u00fchrte mich seine aufgeweckte, angenehme Stimme zum richtigen Parkplatz. Wir fuhren, ich ein wenig orientierungslos, er sonorte am Telefon: \u201eSind Sie das da mit dem \u201eTeufelsmobil\u201c?\u201c und vor mir blinkte er mich an, auffordernd ihm zu folgen.<\/p>\n<p>Er reservierte mir den letztm\u00f6glichen Parkplatz, blieb im Auto sitzen w\u00e4hrend ich einparkte und aufgeregt meine Tasche, eine kleine Flasche Wasser packte und die Ziggi wegwarf. Ich verga\u00df nicht ein paar Pfefferminzbonbons f\u00fcr einen guten Atem einzuwerfen.<\/p>\n<p>\u201eHerr Schirrmi, einen sch\u00f6nen guten Morgen..\u201c Ich f\u00fchlte es schon sanft gleitend und so war es dann auch und fuhren in der Karosse los. Nach ein paar hundert Meter, er sprach, erz\u00e4hlte, machte Witze \u2013 alles in allem meinte ich, wird es eine \u00fcberaus nette Gesellschaft, hatten wir doch ein paar Hundert Kilometer miteinander, nebeneinander zu verbringen.<\/p>\n<p>Dann pl\u00f6tzlich, ich kenne das noch von meinen Stra\u00dfenjungenzeiten, merke ich links dass mich etwas ber\u00fchrt. Da bin ich ja professionell. Sage erstmal nichts. Kein Grund zum Eskalieren. Ein Gesch\u00e4ftsfreund! Dann wird er aber doch aufdringlicher, irgendwann mal. Dr\u00fcckt mich fester in die Seite. Erst unerwartet, dann aber mit Nachdruck. \u201eIst es Ihnen unangenehm, Herr Schirrmi?\u201c so der Freund, gesch\u00e4ftlich. \u201eMassieren w\u00e4re auch kein Problem.\u201c h\u00f6re ich dem gutaussehenden Wei\u00dfbart zu. Komisches Gef\u00fchl..<\/p>\n<p>Als mir dann aber von rechts, da sitzt ja keiner mehr, auch noch jemand z\u00e4rtliche, zupackende, schmeichelnde Avancen angedeihen lassen wollte, kam es mir in den Sinn. Denn sp\u00e4testens als mein v\u00e4terlicher Fahrer meinte: \u201eWenn Sie m\u00f6chten kann ich die Massage- und die Kurvenhaltfunktionen der Luxuskomfortsitze auch ausschalten.\u201c What? Und weiter: \u201eWenn Ihnen ein wenig zu warm wurde, k\u00f6nnte ich, wenn Sie m\u00f6chten, die Sitzbel\u00fcftung einschalten..\u201c<\/p>\n<p>Das Meeting war \u00fcberaus konstruktiv.<\/p>\n<p>Jetzt wei\u00df ich was Luxus bedeutet in einem Auto. Komisch. Aber k\u00f6nnte man sich dran gew\u00f6hnen. Ambientebeleuchtung war da, die Musikanlage erhaben. Motorger\u00e4usche bei 230 nicht h\u00f6rbar. S\u00e4nfte.<\/p>\n<p>Hey, Finger weg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00e4mmerlicht. Wir trafen uns auf einem P&amp;R in Gro\u00df-Gerau. Es war noch relativ fr\u00fch, der morgendliche Verkehr noch nicht recht steif. Ich parkte mit laufendem Motor unter B\u00e4umen und hielt Ausschau nach ihm. Ich erwartete Gro\u00dfes von diesem Tag. Noch nie war ich mit ihm alleine. 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