{"id":2304,"date":"2014-07-22T20:07:22","date_gmt":"2014-07-22T19:07:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=2304"},"modified":"2025-01-18T21:29:38","modified_gmt":"2025-01-18T20:29:38","slug":"nicht-mit-den-gassenjungs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/nicht-mit-den-gassenjungs\/","title":{"rendered":"Nicht mit den Gassenjungs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Irgendwann mal so in den 80er Jahren. Realschule, mit so was von Ach! und Krach! Abschlussfahrt. Regensburg. &#8222;Halte Dich besser fern von denen!&#8220; so ein Begleitlehrer. Von DENEN!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Steine, alte. Kirchen, bekloppte. Ein Fluss, w\u00e4ssrig. Tja! Alles was man so als den kr\u00f6nenden Abschluss einer wunderbaren, intellektuellen Erziehung in einer Theodor-Heuss-Realschule in Meckem erleben muss. Regensburg! Bayern! Ich!<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Halte Dich fern.,,,!&#8220; so und noch viel \u00f6fters trommelten mir die Worte der verstaatlichten Affen in die Ohren, meinten sie w\u00fcrden meinen Verstand ansprechen. Doch Durchzug war ein Motto welches uns half zu \u00fcberleben. In einem Ohr rein &#8211; und ohne was zu bewirken, beim anderen wieder raus. Klassenfahrt. Abschlussfahrt!<\/p>\n<p>Wer es jetzt als Jung noch nicht geschafft hat die jahrelang und hei\u00dfbegehrte Mitsch\u00fclerin nicht wenigstens mal gek\u00fcsst doch hoffentlich mal gefickt zu haben, der hat verloren. F\u00fcr immer! Motto, yeah!<\/p>\n<p>Wunsch und Wirklichkeit sind zwei paar verdreckte und vom gro\u00dfen Bruder aufgetragene Schuhe. Tausendmal geflickt und immer noch nicht wieder modern geworden. Der Alkrausch in Form von &#8222;haste noch mal ein paar Mark?&#8220; wurde hart aber daf\u00fcr tapfer erk\u00e4mpft. Es brauchte nicht viel. Die Sonne tat ihr \u00fcbriges dazu.<\/p>\n<p>[Exkurs: Grade wirft hier jemand ein dass ich ja wohl alt genug w\u00e4re um zu wissen wie sp\u00e4t es ist]<\/p>\n<p>Frieda die M., F., die S. und auch A., die waren auf meinem, auf unserem Wunschzettel. Im Jungenzimmer wurden die wildesten Ger\u00fcchte und Vorstellungen im zu klein gewordenen Schlafanzug zum Besten gehalten. &#8222;Ich h\u00e4tte k\u00f6nnen!&#8220;. &#8222;Ach, beihnahe&#8230;.&#8220; und &#8222;&#8230; hat sie mich dann angesehen&#8230;.&#8220;. So wurden aus kleinen, langsam aber sicher, gro\u00dfe Schw\u00e4nze, das Testoteron sprazte nur so durch die Jugendherberge, die Doppelbetten rutschten angesichts der jugendlichen Geiferei von ihren urspr\u00fcnglichen Standorten weg.<\/p>\n<p>So schlief man dann ein. Ein kleiner Rausch, ein gemeinsamer Traum. Aber voll stark! Und besoffen. Und schwach.<\/p>\n<p>Die. Vor denen man mich immer warnte. Thomas war ein Schlappenflicker. So nannten wir die &#8222;Jesus-Typen&#8220; mit Sandalen, langen Haaren und immer breit grinsend durch die Gegend wandelnd. Thomas und Stephan, zwei Mitsch\u00fcler die bereits gef\u00fchlte f\u00fcnf Ehrenrunden auf der Realschule drehten, dabei wohl auch schon diverse Erfahrungen in Abschlussfahrten gesammelt hatten, mussten in einem Zimmer pennen mit den denkbar ernst gemeintesten Ermahnungen der Leerk\u00f6rper sich aneinander zu halten und nicht die jugendliche Frische des kleinen Lebenfleisch zu verderben.<\/p>\n<p>Pah &#8211; so der H\u00fcbi. Leck mich &#8211; so Tom! Ohne Wein, Weib und Gesang ist das doch langweilig der ganze Driss. Und luden uns in ihr Led Zeppelin-Zimmer ein um ein wenig vom Super-Skunk zu probieren bis die leckeren Rauchschwaden, die unsere jungen Lungen verlie\u00dfen, durch alle Ecken derJugendherberge krochen.<\/p>\n<p>&#8222;Meinste net, wir sollten mal ein Fenster aufmachen?&#8220; so einer von uns Kleenen. &#8222;Hehe, wenn Du willst das die Spatzen bekifft vom Himmel runter fallen?&#8220; so H\u00fcbi. M. insistierte da\u00df der Raum doch viel zu klein w\u00e4re und \u00fcbrigens, wo kommen diese ganzen Nilpferde her? F. rieb sich langsam die enge Cordhose im Schritt auf, wir erst Stielaugen und dann die Ansage: &#8222;Wir haben grade mal den ersten Tag, Baby. Wenn Du die Hose noch weiter tragen m\u00f6chtest, zieh sie besser aus.&#8220; So oder so \u00e4hnlich verlief der erste Abend in der Herberge, die jugendliche.<\/p>\n<p>Irgendwann wurde jemand vernascht. Gegr\u00f6hle allenthalben. Ich lachte und\u00a0 kicherte, w\u00e4lzte mich am Boden vor Vergn\u00fcgen um dann irgendwann zu merken das ich der Naschkandidat war. Gar nicht mal so stark protestierend fragte ich irgendwann mal nach meiner Hose. Die untere war f\u00fcr immer weg und fand sie nie wieder. Aber ich glaube r\u00fcckblickend, das war mir so was von Schei\u00dfegal!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820-Kopie.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2336\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820-Kopie-300x199.jpg?resize=300%2C199\" alt=\"Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820 Kopie\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820-Kopie.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820-Kopie.jpg?resize=1024%2C681&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Schirrmi-Gassenjung-Small_IMG_3820-Kopie.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jungs mit diesem wissenden Blick. Mit Lebenserfahrung. Sie nahmen mich auf. Mein Taschengeld ging sicher nicht f\u00fcr S\u00fc\u00dfigkeiten drauf. Rauchen und saufen, dazu die Gewissheit das meine s\u00fc\u00dfen Klassenkameradinnen mir schon ein paar Jahre lang das Paradies vorenthalten hatten. Schirrmi, wir wussten ja nicht. Ihr s\u00fc\u00dfen Schlampen, ich wusste ja nicht!<\/p>\n<p>Kultur, wandern &#8211; fickt euch! Die Bootsfahrt nur mitgemacht wegen dem anschliessenden Biergarten, die Augenh\u00f6hlen wurden immer tiefer. Der Waschb\u00e4rbauch immer kleiner. Das angeborene Mitbringsel in Dauer-Hab-Acht! Das Leben immer interessanter, die Welt so bunt.<\/p>\n<p>Hier liest ja nicht der F. mit. Erz\u00e4hlt habe ich ihm wenig von meinem kleinen, geilen Erwachsenwerden. Soll er doch selbst seine Erfahrung machen.<\/p>\n<p>Ich war schon immer einer, jetzt aber erst recht! Ein Gassenjung!<\/p>\n<p>Schirrmi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwann mal so in den 80er Jahren. Realschule, mit so was von Ach! und Krach! Abschlussfahrt. Regensburg. &#8222;Halte Dich besser fern von denen!&#8220; so ein Begleitlehrer. Von DENEN! Steine, alte. Kirchen, bekloppte. Ein Fluss, w\u00e4ssrig. Tja! 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