{"id":1294,"date":"2013-05-23T20:44:21","date_gmt":"2013-05-23T19:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=1294"},"modified":"2025-12-24T15:55:13","modified_gmt":"2025-12-24T14:55:13","slug":"schachmatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/schachmatt\/","title":{"rendered":"Schachmatt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1295\" alt=\"Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111.jpg?resize=450%2C300&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3111.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der Sommer 1985 war hei\u00df. Genauso hei\u00df wie ich. Sweet Sixteen. Die Ziggis schmeckten schon und konnten formvollendet gedreht werden. Hatte ich nachts im Bett gelernt, im Dunkeln. Den Tabak vom Bruder geklaut, jede Menge Betten im arg kleinen Kinderzimmer, voll belegt. Nur ja nicht Licht oder L\u00e4rm machen. Sonst h\u00e4tten schlimmste Bef\u00fcrchtungen Realit\u00e4t angenommen. So wenig wie m\u00f6glich mit dem Papier rascheln. Unter der Bettdecke erst W\u00fcrste, dann Schwangere, sp\u00e4ter dann richtige Ziggis hinbekommen. Der gemeine Landser damals im Sch\u00fctzengraben in Stalingrad h\u00e4tte es nicht besser hinbekommen als ich im Dunkeln unter der Bettdecke. Wohin mit dem Rauch?<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Limo war Vergangenheit und musste zun\u00e4chst Platz f\u00fcr mindestens K\u00f6lsch-Cola machen. Als J\u00fcngster war ich eigentlich schon zu alt, zu alt f\u00fcr mein Alter. Zwar blau\u00e4ugig in die Welt blickend doch viel zu streng und erfahren wie es gew\u00f6hnlich w\u00e4re. Wissend. Ich f\u00fchlte mich stark. St\u00e4rker als wie es meine Physik erlaubt. Von Kleinkind an K\u00e4mpfe f\u00fcr und gegen das Leben. Die schmalen Schultern breit. Kein Lachen, kein Weinen egal was passiert. Hinnehmen was passiert, austeilen, komme was wolle. Brutal das Leben, ernst das junge Herz. Und dann immer diese Albtr\u00e4ume, die Atemlosigkeit. Keine Ruhe.<\/p>\n<p>Der Sommer strahlend, Schulferien und endlich wieder Zeit zum Arbeiten. Zum Geld verdienen. Um mir ab und zu das Gef\u00fchl zu g\u00f6nnen dass ich dazu geh\u00f6re, zu den Kumpels. Um mir einfach so etwas kaufen zu k\u00f6nnen. Sie Taschengeld, ich Arbeit. Wettgemacht wurde dieses Ungleichgewicht durch eine R\u00fccksichtslosigkeit auf Freund und Feind beim Feld- und Rollhockey die dem sp\u00e4teren Mike Tyson zu Ehren gereicht h\u00e4tte. Immer druff, bis das Blut spritzt!<\/p>\n<p>Mein Schulferienarbeitgeber \u201eJoh\u201c, auch der \u201eAusl\u00e4nderarschtreter\u201c genannt, war damals schon so schlau wie sp\u00e4ter die verbrecherischen Gestalten Helmut Kohl, Wolfgang Sch\u00e4uble und Konsorten. Damals egal f\u00fcr mich. Das interessierte mich nicht und geh\u00f6rte auch nicht zu meiner Gedankenwelt. Zu jung, zu viel Kopfkino in Bezug auf M\u00e4dels. Umso erfreuter war ich als ich h\u00f6rte dass er eine Autoreise (Gelds\u00e4ckel) nach Schweden und D\u00e4nemark vor hatte um Gewinne zu vermehren. Er fragte ob ich mit wolle. Klaro!<\/p>\n<p>So kam es also das wir uns kurzerhand daheim verabschiedeten und uns dann per PKW in den Norden aufmachten. Der Plan war D\u00e4nemark, Schweden und \u00fcber die Hamburger Reeperbahn wieder zur\u00fcck ins Rheinland. Hach! Freude, Aufregung machte sich breit! Endlich mal Ferien.<\/p>\n<p>Ich merke grade dass ich nach dieser kurzen pr\u00e4gnanten Einleitung mal zum eigentlichen Punkt kommen sollte. Ihr seht, ich denke an euch und habe Mitgef\u00fchl :-). Jedenfalls sah ich Gegenden, St\u00e4dte die ich noch nie sah. Erlebte aufregende Dinge, hatte eine sch\u00f6ne Zeit mit viel Mu\u00dfe f\u00fcrs Nichtstun. Genoss den Sommer wie ich ihn noch nie genoss. So frei und ohne Arbeit, so sch\u00f6n die weite Welt, so weit weg der Alltag, der Dreck.<\/p>\n<p>In D\u00e4nemark oder Schweden war es. Ein fast leerer wei\u00dfer Sandstrand, das Meer brandete sanft und verwischte immer wieder etwaige Spuren an der Wassergrenze. Die Sonne schien warm und \u00fcberaus angenehm auf meine mittlerweile sanft gebr\u00e4unte Haut. Blonder Flaum auf Bauch und Arme. Eine leichte Brise sorgte f\u00fcr gelegentliche Abk\u00fchlung und kitzelte Schauer um Schauer auf meinem R\u00fccken. Meine Badebux wie immer zu eng, so spielten \u201eJoh\u201c und ich im Sand liegend Schach. Ein herrlicher Mittag mit viel Ruhe und vollste Konzentration auf das Spiel der K\u00f6nige. Leise spielte das kleine Kofferradio die passende Musik zu diesem Sommer.<\/p>\n<p><em><strong>Exkurs:<\/strong> Ich bin ein sehr, sehr gelegentlicher Schachspieler. Hatte damals in der Schule mal eine Schach-AG besucht, das war es auch schon. Was nur immer meine Herausforderer, die nicht nur gelegentlich spielten verwunderte war, dass sie sich schon anstrengen mussten um mich zu schlagen. Sogar passionierte Spieler zeigten mir ihre teuflische Fratze in Form von nackter Gewalt, Aggressivit\u00e4t und Spielneid wenn sie gegen mich verloren. An dieser Stelle: Viele Gr\u00fc\u00dfe! Ne Partie gef\u00e4llig? \ud83d\ude42<\/em><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum herrlichen M\u00fc\u00dfiggang. Wie damals beim Ringen, mal lag er oben, mal ich unten gingen siegreiche Scharm\u00fctzel und Schachpartien mal an die Schirrmi-, mal an die \u201eJoh\u201c-Seite. Fast ebenb\u00fcrtig aber nicht verbissen genossen wir diesen sch\u00f6nen Tag, manchmal unterbrochen von \u201eJoh\u2018s\u201c wohlwollend hingemurmelten Strategieratschl\u00e4gen die oft genug von der leichten Brise in Richtung Meer getrieben wurden bevor ich sie wahrnehmen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1296\" alt=\"Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250.jpg?resize=450%2C300&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3250.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aus angenehm schl\u00e4friger Konzentration wurde ich aufgeschreckt durch die M\u00f6wen. Sie schrien leise und kicherten so vor sich hin. Was? Halt! Aufblickend bemerkte ich meinen Irrtum. Nicht M\u00f6wen sondern vielmehr zwei junge M\u00e4dels in Bikinis kamen fr\u00f6hlich in unsere Richtung und gackerten vor sich hin. Meine Konzentration aufs Spiel war nun arg pl\u00f6tzlich vorbei. Ich betrachtete sie ausgiebig als sie n\u00e4her kamen. Schlank und rank mit Bikinis die knapper waren als meine immer knapper werdende Badebux. Lange blonde Haare die frech von der Meeresbrise durcheinandergewirbelt wurden. Ausgebleicht, Surferlook. Die wei\u00dfen Z\u00e4hne blitzten aus sonnengebr\u00e4unten Gesichtern w\u00e4hrend lustige Augen zu mir her\u00fcberstrahlten und mir zuzwinkerten. Im Kofferradio lief \u201eMaria Magdalena\u201c von Sandra als sie nun bei uns waren und mich in ihrer fremden Sprache anredeten, sozusagen in Zungen sprachen.<\/p>\n<p>Als mir eine der beiden wunderbaren Strandnixen ihre Hand herunterreichte konnte ich grade noch zu \u201eJoh\u201c keuchen: \u201eDu bist zu alt, ich bin gleich wieder da \u2013 nicht schummeln!\u201c, schnappte mir noch den Tabak und lie\u00df mich entf\u00fchren. Lie\u00df mich verschleppen, mir war es egal wohin und f\u00fcr wie lange wenn es nur ewig so andauern w\u00fcrde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1297\" alt=\"Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479.jpg?resize=450%2C300&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Schachmatt-Schirrmi-Meer_8R0B3479.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sie nahmen mich an die H\u00e4nde und wir liefen in die D\u00fcnen. Nicht ohne das immerw\u00e4hrende liebreizendste und unverst\u00e4ndlichste Geplapper das ich je in meinem Leben h\u00f6rte. In den D\u00fcnen so nahe der Zivilisation aber so fern m\u00f6glicher Blicke und gelegentlicher Spazierg\u00e4nger stoppten wir unseren wilden Lauf nur um die Atemlosigkeit gegen hei\u00dfe, z\u00e4rtliche Geilheit zu tauschen. Ein sch\u00fcchterner, fragender Blick in ihre wunderbaren Augen wurde mit einem leisen Kuss beantwortet. Die Lippen so jung, weich und voll ber\u00fchrten die meinen erst aufmunternd dann fordernd. Vier H\u00e4nde streichelten \u00fcber meinen K\u00f6rper, meine H\u00e4nde wussten angesichts des Paradieses nicht wohin zuerst doch fanden schnell Gefallen an dem Gedanken ihnen das Bikinioberteil abzustreifen. Zart schoben sich meine Finger unter ihre Oberteile, streichelten \u00fcber die festen, kleinen Br\u00fcste, \u00fcber die vom Wind und Erregung hart geschwollenen Nippel und ich konnte nicht anders um mit etwas Abstand diese Wunder der weiblichen Anatomie zu bewundern. Oh, diese Badebux!.<\/p>\n<p>Eng umschlungen k\u00fcssten und streichelten wir uns als w\u00e4re es das Letzte bevor das Ende der Welt anbrach. H\u00e4nde, M\u00fcnder, hei\u00dfe K\u00f6rper, leises Keuchen und St\u00f6hnen begleitete uns in den Sand. Wer war wer, wessen Hand befreite mich von der ollen Bux, welche feuchte Herrlichkeit f\u00fchlte ich grade? Speichel war Labsal und Schmerz zu gleich. Zungen glitten umeinander wie Schlangen im Liebesspiel. Nackte Schenkel umklammerten schwei\u00dfnasse, wild bebende Becken. Lustvoll griff ich mit vollen H\u00e4nden und meiner jugendlichen Manneskraft hinein in das pure hei\u00dfe Leben bis sich R\u00fccken bogen bis ins Unertr\u00e4gliche und sich die geile Anspannung pl\u00f6tzlich und explosiv in lustvollen Orgasmen entlud. Als drei zuckende K\u00f6rper mit Sand paniert wie Schnitzel Wiener Art, lagen wir eng ineinander verschlungen und versuchten Luft zu holen. Lachten, k\u00fcssten, rauchten und freuten und tr\u00e4umten jung in die Wolken und in den endlosen blauen Himmel hinein.<\/p>\n<p>Nach den kleinen s\u00fc\u00dfen Toden waren sie wieder da. Sie, die Brise und ihre Freundin, die Sonne, f\u00f6hnten und trockneten unsere K\u00f6rper. Eine kleine Maus huschte aus dem D\u00fcnengras als sei sie auf der Flucht. Entfernt h\u00f6rt man noch die Brandung, vereinzelte M\u00f6wen schreien, die M\u00e4dels lachen gl\u00fccklich. Ansonsten Ruhe. Die Welt steht still und ich will den Augenblick f\u00fcr immer festhalten.<\/p>\n<p>Wir verabschiedeten uns wie wir uns kennengelernt hatten. Nicht in verst\u00e4ndlicher Sprache sondern mit dem Selbstverst\u00e4ndnis und dem Gef\u00fchl junger Menschen daf\u00fcr dass sie sich \u00fcberall und immer verstehen \u2013 auch ohne Worte.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck am Strand sagte \u201eJoh\u201c nur ein Wort zu mir: \u201eSchachmatt!\u201c<\/p>\n<p>Euer Schirrmi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sommer 1985 war hei\u00df. Genauso hei\u00df wie ich. Sweet Sixteen. Die Ziggis schmeckten schon und konnten formvollendet gedreht werden. Hatte ich nachts im Bett gelernt, im Dunkeln. Den Tabak vom Bruder geklaut, jede Menge Betten im arg kleinen Kinderzimmer, voll belegt. Nur ja nicht Licht oder L\u00e4rm machen. 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