{"id":1040,"date":"2013-04-10T20:19:44","date_gmt":"2013-04-10T19:19:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=1040"},"modified":"2025-12-24T15:55:14","modified_gmt":"2025-12-24T14:55:14","slug":"taxi-taxi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/taxi-taxi\/","title":{"rendered":"Taxi, Taxi"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1041\" alt=\"Currywurst-Truck\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925.jpg?resize=450%2C300&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Currywursttaxi8R0B0925.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Es gibt Momente im Leben die lassen mich an Begebenheiten zur\u00fcckdenken die schon sehr, sehr lange zur\u00fcckliegen. Ein Geruch, eine Bemerkung, jemand macht eine bestimmte Handbewegung, jemand lacht oder es ist einfach nur so ein Gef\u00fchl als ob es schon mal da war. Manchmal, bei solchen Gelegenheiten, durchzuckt es mich dann und eine lange zur\u00fcckliegende Begebenheit ist pl\u00f6tzlich pr\u00e4sent. Man kann es wohl auch<a title=\"Wikipedia Artikel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%A9j%C3%A0-vu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> D\u00e9j\u00e0-vu<\/a> nennen.<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Im Alter von vielleicht sechs Jahren hatte ich mal wieder einen Kur- oder einen Krankenhausaufenthalt. So ganz genau wei\u00df ich das nicht mehr. Auch der Ort ist zum Verstehen dieser kleinen Anekdote nicht wichtig.<\/p>\n<p>Aus leidigen Gr\u00fcnden hatte ich in meiner Kind- und Jugendzeit das zweifelhafte Vergn\u00fcgen fast so oft woanders zu sein als daheim. So bekam ich also<del> ab und zu<\/del> selten mal Besuch von jemand aus meiner Familie. Diesmal war es Gro\u00dfmutti. Sie reiste mit dem \u00d6VP an weil PKWs bei uns daheim Mangelware waren. Wohl wegen ihrer Berufst\u00e4tigkeit kam sie mich an einem Wochenende besuchen. Ich glaube ich freute mich. Erinnere mich doch gerne an die Mitbringsel. Neue B\u00fccher, was zu malen. Selbstgebackenes Zeug, ich glaube so in \u00d6l getunkte, kleine gebackene Kinkerlitzchen. Ja, das Leben bedachte mich mit gro\u00dfer Sorgfalt und Liebe. Es mangelte mir an nichts.<\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, es begab sich also an einem Wochenende. Gro\u00dfmutti und ich bestiegen an einem Sonntag einen Zug um in die n\u00e4chstgelegene, gr\u00f6\u00dfere Ortschaft zu fahren. Anl\u00e4sslich eines Gottesdienstes. Am Zielort angekommen stiegen wir aus. Meine resolute Omi schleifte mich, z\u00e4rtlich an die Hand nehmend, z\u00fcgig und gar nicht mal so halbgrob, doch dabei immer ihre Armbanduhr an der anderen Hand im Blick, zum Bahnhofsvorplatz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1042\" alt=\"Berliner Hauptbahnhof\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807-300x200.jpg?resize=300%2C200\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807.jpg?resize=450%2C300&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/www.schirrmi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Bahnhof8R0B0807.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da! Ein Taxi. Schwarzer Mercedes, sie riss die hintere T\u00fcre auf schmiss mich gef\u00fchlvoll auf den R\u00fccksitz und nahm vorne auf dem Beifahrersitz Platz. <del>Bellte den Fahrer an<\/del> Bat den Taxifahrer zur bestimmten Adresse zu fahren und schon ging es los. Ach, war das ein Gef\u00fchl! Kein Rumpeln wie im Zug. Kein Gezerre am Handgelenk. Ich war gl\u00fccklich. Fuhr wie in einer S\u00e4nfte, schaute neugierig die vorbeifliegenden H\u00e4user, Menschen, Landschaften an. F\u00fchlte mich Besonders. Ein feines Taxi. So h\u00e4tte es stundenlang weiter gehen k\u00f6nnen. Do so sch\u00f6n wie es war, so abrupt ging es auch zu Ende.<\/p>\n<p>Das Taxi stoppte. Offensichtlich sind wir am Zielort, Gottes Haus, angekommen. Gro\u00dfmutti z\u00fcckte ihre riesengro\u00dfe Handtasche und befragt den Taxifahrer nach dem Preis. Der Taxifahrer so: \u201e\u00c4hm, ich wei\u00df nicht was das kostet.\u201c. Gro\u00dfmutti erwiderte: \u201eNun h\u00f6ren Sie mal! Sie m\u00fcssen doch wissen\u2026!\u201c \u2013 zu dem recht schick mit Anzug, Krawatte, polierten Schuhen und goldener Armbanduhr gekleideten Taxifahrer. Er entgegnete eingesch\u00fcchtert: \u201eEs tut mir leid, meine Dame. Aber ich wei\u00df es wirklich nicht. Ich bin kein Taxifahrer, dies ist auch kein Taxi, und obendrein habe ich auch kein Taximeter eingebaut.\u201c Und weiter: \u201eIch wollte lediglich meine Familie vom Zug abholen, der im \u00dcbrigen gleich kommt\u2026.\u201c. Omi sch\u00fcttelte kurz ihren Kopf, brummelte irgendwas von \u201e.. Ausl\u00e4nder..\u201c und dr\u00fcckte dem verdutzten, dunkelh\u00e4utigen Mann einen Heiermann in die Hand.<\/p>\n<p>Diese kleine Begebenheit kam mir heute in den Sinn als ich nach Feierabend nach Wirges fuhr um die neue <a title=\"Johnossi - official website\" href=\"http:\/\/www.johnossi.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Johnossi<\/a>-CD (Transitions, die ich grade h\u00f6re) von der Postpackstation abzuholen. Warum ich mir Dinge nach Wirges schicken lassen anstatt nach Montabaur, erkl\u00e4re ich sp\u00e4ter einmal.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall stehe und warte ich mit dem <a title=\"Schirrmis Apfelkuchen\" href=\"http:\/\/www.schirrmi.de\/blog\/?p=973\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apfelkuchenmobil<\/a> vor einem der Wirgeser Kreisel darauf dass der Verkehr weiter geht. Pl\u00f6tzlich sehe ich aus den Augenwinkeln jemand Schwarzgekleideten von Links auf mein Auto zu rennen. Bevor er mir in die Fahrert\u00fcr rennt grinst er wie Irre kurz durch die Scheibe um dann, fast ohne die Geschwindigkeit zu vermindern, vorne um das Auto herumst\u00fcrzt meine Beifahrert\u00fcr aufrei\u00dft, sich in die gem\u00fctlichen Sessel niederl\u00e4sst und cool, fast wie stimmbr\u00fcchig von sich gibt: \u201eHi Papa!\u201c. Total entsetzt und den Schreck noch in den Knochen kam mir pl\u00f6tzlich oben genanntes Omi-Erlebnis in den Sinn um wie automatisch zu fragen: \u201eWo soll\u2018s hin gehen?\u201c.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kaninchenstreu beim H\u00fcter, aber unten, und dann noch Apotheke, bitte!<\/p>\n<p>Euer Papa, \u00e4h, Schirrmi<\/p>\n<p>P.S.: In Ermangelung eines Taxifotos m\u00f6chte ich euch mit einem Liliputaner-Currywursttruck aus Berlin erquicken. Ebenso mit einem Beispielbahnhof weil ich damals leider nicht meine Cam dabei hatte \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Momente im Leben die lassen mich an Begebenheiten zur\u00fcckdenken die schon sehr, sehr lange zur\u00fcckliegen. Ein Geruch, eine Bemerkung, jemand macht eine bestimmte Handbewegung, jemand lacht oder es ist einfach nur so ein Gef\u00fchl als ob es schon mal da war. 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