Currywurst-Rezept-der-Woche

Ein scharfer Abend mit 3 Waldmeistern

Es fand eine nachträgliche Bescherung statt. Ich lud 3 Waldmeister auf einen scharfen Abend ein. Die Zusammensetzung war denkbar günstig: Zwei Mädels, zwei Jungs – angenehm privat. Vor so einem Swingertreffen weiß man ja nie was passiert, ob man sich sympathisch ist oder ob die letzten HIV-Testbescheinigungen noch frisch sind. Voraussetzung ist jedenfalls Sauberkeit. Für mich ja kein Problem, gehört zu meinem Standardritual wenn ich mittags aufstehe. Kurz die Reste vom letztjährigen Chilli aus dem Bart geschüttelt – fertig. Selbstverständlich erwarte ich eine ebensolche Hygiene auch von meinen Gästen. Kurz, ich hatte keinen Grund zum Klagen.

Auf der Couch machten wir es uns sogleich bequem, es wurde herumgelümmelt und wenigstens die Hälfte der anwesenden Gäste besabberten sich gegenseitig. Und wie das so ist wenn man eine dekadente Party veranstaltet, als Gastgeber erhält man Gastgeschenke. Im Grunde so wie bei den Tupper-Partys. Erfreut habe ich mich über eine neue Kamera (konnte man sogleich ausprobieren) und ein neues Auto. Einen Jaguar XKR-S. Toll! Leider nicht vollgetankt. Aber egal. Es waren ja wenigstens Titten aus Chicago anwesend.

Comp_IMG_6854

Bei solchen Events tritt man eigentlich nicht mit Klarnamen auf. Da ich hier etwas zutiefst persönliches verblogge, halte ich es genauso. Ich nenne meine Gäste einfach „Die Drei Waldmeister“. Ich hoffe ihr versteht das. Um das Eis zu brechen öffnete ich zunächst die Büchse der Pandora, im Hintergrund flöteten die „Eisbrecher“ was für eine romantische Stimmung sorgte. Und dann war es auch so weit. Die Brüste wurden herausgestreckt, Münder öffneten sich, es wurde massiv oral aufgenommen, nicht ohne neckig den Kopf in den Nacken zu legen. Die wahre Lust!

Comp_IMG_6815

Nach ersten körperlichen Betätigungen schlafft man manchmal ab. Zum aufwecken der müden Geister / Glieder fuhr ich schärfere Geschütze auf. Nämlich Food-Sex. Kennt ihr sicherlich auch aus dem Klassiker „9 ½ Wochen“ mit Kim Basinger und Mikey Rourke. Haha, 1986 war schon geil. Doch geiler war hier der besagte Abend. Denn wir spielten nicht so spätpubertär mit Marmelade, Nudeln, Erdbeeren und Eiswürfel herum sondern nahmen gleich Schalotten, Cayennepfeffer, Knoblauchzehen, Kreuzkümmel, Weinbrand und so Zeug. Tja, was soll ich sagen, mit ein wenig Olivenöl wurden die kleinen Würstchen doch bald wieder dick, der Backofen sozusagen angeheizt um am Ende zu viert die himmlische Hölle auf Erden zu erleben. Die Damen bekamen Extrasahne.

Comp_IMG_6861

Ein wundervoller Einstieg in eine noch wundervollere Nacht so die einhellige Meinung. Zu Kräften gekommen swingten wir dem Motto des Abends gerecht werdend noch ein wenig weiter bis dann irgendwann doch die Luft raus war. Auch der Tanzkrüppel war sogar noch zu was gut. Er konnte eigenständig Betten beziehen. Ist doch auch mal was. Oder?

Der nächste Morgen kann manchmal ein wenig peinlich sein wenn das brutale Tageslicht durch die Fenster scheint. Aber hier nicht. Ich stellte ja vorab die Regeln auf wie z.B. „Fühlt euch wie zu Hause.“ Oder „Hier und hier sind die Sachen, der Kühlschrank etc.“. So war Gelassenheit angesagt bis ich zur Mutti meinte: „Bringst Du die Kleinen nach Hause?“

Euer Schirrmi – mit einem netten Prösterchen auf die künstlerische Freiheit 🙂

Danke an Monika für das prima Currysaucenrezept welches einen prominenten Platz in meiner Sammlung erhielt und danke an Mirtana dass ich es gefunden habe 🙂

2 Gedanken zu „Ein scharfer Abend mit 3 Waldmeistern

  1. Hallo lieber Schirrmi,
    da hätte ich fast deinen Kommentar bei mir übersehen, sorry. Freut mich, dass dir die Soße geschmeckt hat…was die Schärfe angeht, ich esse sehr gerne scharf, was aber nicht für jedermann ist. Aber ihr habt es schon richtig gemacht…mit extra Sahne kann man es etwas abmildern oder aber nächstes Mal einfach nur die halbe Portion Cayennepfeffer nehmen.
    Ganz liebe Grüße
    Monika

    1. Liebe Monika,

      kein Grund sorry zu sagen :-). Danke für Deine Antwort. Wir hatten mal selbstgemachten Ketchup hergestellt und eingemacht und ich muss gestehen, ich nehme nichts davon. Zeit die Gläser zu leeren, auszukochen und diese mit der wunderbaren Currysoße zu füllen.

      Ich werde berichten 🙂

      Liebe Grüße,
      Schirrmi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *